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Raterteilung

die Erteilung eines Rates, einer Auskunft oder einer Empfehlung. I. d. R. handelt es sich bei der Raterteilung um eine bloße Gefälligkeit, die den Ratgeber nicht zur Haftung für aus der Befolgung des Rates entstehende Schäden verpflichtet (§ 675 BGB). Eine Schadensersatzpflicht besteht aber, wenn der Tatbestand einer unerlaubten Handlung verwirklicht ist (z. B. bei einer vorsätzlich falsch erteilten Auskunft) oder wenn der Raterteilung ein (ausdrücklich oder konkludent geschlossener) Vertrag zugrunde liegt (z. B. Geschäftsbesorgungsvertrag eines Anwalts oder einer Bank), dessen Haupt- oder Nebenpflicht sie ist.

Quelle: Duden Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 3. Aufl. Berlin: Bibliographisches Institut 2015. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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