Raub

Straftat, die begeht, wer durch Gewalt gegen eine Person oder mittels Drohungen mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben eine fremde bewegliche Sache einem anderen wegnimmt, um sie sich oder einem Dritten rechtswidrig zuzueignen. Die Tat ist nach § 249 StGB mit Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr bedroht. Gleich dem R. werden bestraft die räuberische Erpressung (§ 255 StGB) und der räuberische Diebstahl (§ 252 StGB), bei dem der Dieb, auf frischer Tat betroffen, Gewalt gegen eine Person verübt oder gefährliche Drohungen anwendet, um sich im Besitz des gestohlenen Gutes zu erhalten. Schwerer R. wird nach § 250 Abs. 1 StGB mit Freiheitsstrafe nicht unter drei Jahren (z. B. R., bei dem eine Waffe mitgeführt wird, Bandenraub) und nach § 250 Abs. 2 mit Freiheitsstrafe nicht unter fünf Jahren (z. B. R., bei dem eine Waffe verwendet wird) bedroht. Verursacht der Täter wenigstens leichtfertig den Tod eines anderen Menschen, ist lebenslange oder Freiheitsstrafe nicht unter zehn Jahren vorgesehen (§ 251 StGB). Besondere Strafdrohungen richten sich gegen die Androhung von R. oder räuberischer Erpressung (§ 126 Abs. 1 Nr. 5 StGB), die Mitwirkung in einer räuberischen Bande (§ 244 Abs. 1 Nr. 2 StGB) und den räuberischen Angriff auf Kraftfahrer (§ 316 a StGB; Freiheitsstrafe nicht unter fünf Jahren). Über erpresserischen Menschenraub Erpressung.

Quelle: Duden Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 3. Aufl. Berlin: Bibliographisches Institut 2015. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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