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Rechtshandlung

i. w. S. 1) eine Handlung, an die die Rechtsordnung Folgen knüpft, die – anders als beim Rechtsgeschäft – ohne Rücksicht darauf eintreten, ob sie von dem Handelnden gewollt sind (z. B. unerlaubte Handlungen, die nach dem Gesetz Schadensersatzansprüche hervorrufen); 2) geschäftsähnliche Handlungen wie die Mahnung oder – davon abzugrenzen – Realakte (z. B. Besitzergreifung, Besitzaufgabe, Fund), auf die weder die Vorschriften über die Geschäftsfähigkeit noch über Willenserklärungen anwendbar sind. – I. e. S. wird der Ausdruck im Insolvenz- und Vollstreckungsrecht verwendet und bezeichnet im Einzelnen genau definierte rechtliche Maßnahmen des Schuldners, durch die er dem Gläubiger Vermögenswerte zu entziehen oder einzelnen Gläubigern entgegen dem Prinzip der Gleichbehandlung eine bevorzugte Befriedigung zu gewähren versucht.

Quelle: Duden Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 3. Aufl. Berlin: Bibliographisches Institut 2015. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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