Sache

im Sinne des bürgerlichen Rechts ein räumlich begrenzbarer körperlicher Gegenstand (feste, flüssige und gasförmige Körper, §§ 90 ff. BGB; nicht aber Sachgesamtheiten wie z. B. eine Bibliothek oder ein Bestand an Wertpapieren). Diese Begriffsbestimmung ist für die dinglichen Rechte oder Sachenrechte maßgebend; z. B. ist Eigentum nur an Einzelsachen in diesem Sinn möglich. Nur in Ausnahmefällen fasst das BGB zusammengesetzte Objekte rechtlich als eine einheitliche Sache auf, so z. B. ein Grundstück und das auf ihm errichtete Haus samt der zu seiner Herstellung eingefügten Sachen (§ 94 BGB). Tiere sind seit einer 1990 erfolgten Gesetzesänderung rechtlich keine Sachen mehr, nach wie vor sind aber auf sie die für Sachen geltenden Vorschriften entsprechend anzuwenden (§ 90 a BGB).

Das BGB unterscheidet bewegliche Sachen (Fahrnis, fahrende Habe) und unbewegliche Sachen (z. B. Grundstücke), vertretbare Sachen (die nach Maß, Zahl oder Gewicht bestimmt zu werden pflegen) und verbrauchbare Sachen (bewegliche Sachen , deren bestimmungsgemäßer Gebrauch im Verbrauch oder in der Veräußerung besteht, z. B. Lebensmittel).

Quelle: Duden Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 3. Aufl. Berlin: Bibliographisches Institut 2015. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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