Schatzfund

der Fund einer Sache, die so lange verborgen gelegen hat, dass der Eigentümer nicht mehr zu ermitteln ist (Schatz). Der Schatzfund gehört zur Hälfte dem Entdecker, zur Hälfte dem Eigentümer der Sache (z. B. ein Grundstück), in der der Schatz verborgen war (§ 984 BGB). Bei einem Schatzfund im Rahmen von Abbrucharbeiten u. Ä. ist nach der Rechtsprechung regelmäßig der findende Arbeiter selbst, nicht sein Arbeitgeber, als Entdecker anzusehen, es sei denn, es handelt sich um gezielte Nachforschungsarbeiten. Von großer praktischer Bedeutung sind aber die aufgrund des Einführungsgesetzes zum BGB fortgeltenden landesrechtlichen Bestimmungen, die vom BGB abweichende Rechtsfolgen vorsehen können, sowie die Ausgrabungs- und Denkmalschutzgesetze der Länder.

Quelle: Duden Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 3. Aufl. Berlin: Bibliographisches Institut 2015. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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