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Steuern

im Sinne des Steuerrechts (§ 3 Abgabenordnung) Geldleistungen, die nicht eine Gegenleistung für eine besondere Leistung darstellen und von einem öffentlich–rechtlichen Gemeinwesen zur Erzielung von Einnahmen allen auferlegt werden, je nach gesetzlich normierter Leistungspflicht. Zu den Steuern gehören auch die Zölle. Der Zwangscharakter ist das entscheidende Merkmal der hoheitlichen Einnahmeerzielung, das die Steuern gemeinsam mit den übrigen Arten der Abgaben haben, den Gebühren, Beiträgen (einschließlich der Sozialversicherungsbeitägen) und Sonderabgaben (Quasisteuern). Die fehlende Entgeltlichkeit bzw. Gegenleistung grenzt die Steuern von den Erwerbseinkünften, Gebühren und Beiträgen ab, bei denen eine spezielle Entgeltlichkeit bzw. die Inanspruchnahme öffentlicher Leistungen vorliegt. Dem Rechtsstaatsprinzip entsprechend setzt die Pflicht, bestimmte Steuern zu zahlen, eine gesetzliche Regelung voraus. (direkte Steuern, indirekte Steuern).

Quelle: Duden Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 3. Aufl. Berlin: Bibliographisches Institut 2015. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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