Streitgenossenschaft

Mehrheit von Klägern oder Beklagten v. a. im Zivilprozess (§§ 59–63 ZPO, subjektive Klagenhäufung ). Es besteht einfache Streitgenossenschaft bei Rechtsgemeinschaft hinsichtlich des Streitgegenstandes, bei Gleichheit oder Gleichartigkeit der Ansprüche oder Verpflichtungen (Beispiel: Klage des Vermieters gegen verschiedene Mieter desselben Hauses aus gleichem Anlass). Jeder Streitgenosse kann den Prozess betreiben und behält im Verhältnis zum Gegner seine Selbstständigkeit, seine Handlungen wirken weder für noch gegen den anderen Streitgenossen. Bei notwendiger Streitgenossenschaft gelten dagegen säumige Streitgenossen als durch die nicht säumigen vertreten. Die Streitgenossenschaft ist eine notwendige, wenn das Rechtsverhältnis allen Streitgenossen gegenüber nur einheitlich festgestellt werden kann oder die Prozessführung aus materiellrechtlichen Gründen durch alle gemeinsam erfolgen muss (z. B. bei der Klage einer Erbengemeinschaft).

Quelle: Duden Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 3. Aufl. Berlin: Bibliographisches Institut 2015. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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