Taschengeld

der einem minderjährigen Kind zumeist von seinen Eltern oder Großeltern gezahlte Geldbetrag, über den das Kind selbstständig verfügen darf. Das Taschengeld ist v. a. für kleine tägliche Ausgaben gedacht und soll die Heranwachsenden in den selbstständigen Umgang mit Geld einführen. Geht der in seiner Geschäftsfähigkeit beschränkte Minderjährige Verpflichtungen ein, die er ausschließlich mit Mitteln seines Taschengelds erfüllt, so sind die entsprechenden Verträge gültig (§ 110 BGB, Geschäftsfähigkeit).

Ein Anspruch auf Taschengeld zur Befriedigung persönlicher Bedürfnisse steht jedem Ehegatten als Teil des Familienunterhalts (§§ 1360, 1360 a BGB) gegen den anderen Ehegatten zu. Im Falle der Haushaltsführungsehe ist das Taschengeld im Haushaltsgeld enthalten, andernfalls hat der nicht verdienende Gatte einen entsprechenden Anspruch. – Im Sozialbereich ist Taschengeld ein geringer Barbetrag, der Bewohnern von Alten- und Pflegeheimen zur persönlichen Verfügung gestellt wird.

Quelle: Duden Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 3. Aufl. Berlin: Bibliographisches Institut 2015. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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