Telefon

Arbeitnehmer sind grundsätzlich nicht berechtigt, ohne ausdrückliche Vereinbarung im Arbeitsvertrag, einer Betriebsvereinbarung oder einem Tarifvertrag die Telefonanlage ihres Arbeitgebers für private Zwecke zu nutzen. Ein Anspruch des Arbeitnehmers auf private Nutzung kann sich auch aus entsprechender betrieblicher Übung ergeben. Die unerlaubte Nutzung der Telefonanlage des Arbeitgebers kann diesen, ggf. nach vorheriger Abmahnung, zur Kündigung berechtigen. In jedem Fall ist der Arbeitnehmer verpflichtet, die Kosten für privat geführte Telefonate zu übernehmen. Der Betriebsrat ist sowohl bei der Planung der Einrichtung einer neuen Telefonanlage als auch bei deren Installation zu beteiligen, insbesondere wenn mit der neuen Telefonanlage Daten über die geführten Gespräche erfasst werden können. Eine Verletzung des Persönlichkeitsrechts des Arbeitnehmers bei der Speicherung der Zielrufnummer bei Privatgesprächen besteht dann nicht, soweit diese Rufnummern ohne die letzten zwei oder drei Ziffern gespeichert werden. Das Mithören und/oder Aufzeichnen von dienstlichen oder privaten Telefonaten ist ohne Wissen des Arbeitnehmers grundsätzlich unzulässig. Dieselben Grundsätze werden bei der Nutzung des dienstlichen Internetzugangs anzuwenden sein.

Quelle: Duden Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 3. Aufl. Berlin: Bibliographisches Institut 2015. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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