Tierschutz

alle Aktivitäten, die darauf ausgerichtet sind, Leben und Wohlbefinden von Tieren zu schützen, sie vor der Zufügung von Schmerzen, Leiden und Angst oder vor Schäden zu bewahren und ihnen, wenn sie sich in der Obhut des Menschen befinden, ein artgerechtes Leben zu ermöglichen sowie einen schmerzlosen Tod zu bereiten. Art. 20 a des Grundgesetzes enthält als Staatszielbestimmung die Verpflichtung des Staates zum Schutz der Tiere.

§ 1 des Tierschutzgesetzes i. d. F. v. 25. 5. 1998 (TierSchG) hebt hervor, dass aus der Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf dessen Leben und Wohlbefinden zu schützen ist. In Konkretisierung dessen darf niemand einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen. Die weiteren Vorschriften des TierSchG konkretisieren diese Grundsätze teilweise selbst oder enthalten die Ermächtigung, das Nähere durch Rechtsverordnung zu regeln. Im Einzelnen enthält das TierSchG Vorschriften über
  1. die Tierhaltung,
  2. das Töten von Tieren,
  3. Eingriffe an Tieren,
  4. Tierversuche,
  5. die Zucht von und den Handel mit Tieren,
  6. Verbringungs-, Verkehrs- und Haltungsverbot.
Im BGB war das Tier bis 1990 leblosen Sachen gleichgestellt. Jetzt ist dort durch § 90 a ausdrücklich festgeschrieben, dass Tiere keine Sachen, sondern Lebewesen sind. Gleichzeitig wird damit klargestellt, dass nach einem Unfall, bei dem ein Tier verletzt wurde, dem Tierhalter auch die Heilbehandlungskosten ersetzt werden müssen, die den Sachwert des Tieres überschreiten.

Quelle: Duden Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 3. Aufl. Berlin: Bibliographisches Institut 2015. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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