Überstunden

die Stunden, die der Arbeitnehmer über die für sein Beschäftigungsverhältnis nach den getroffenen Vereinbarungen geltende Arbeitszeit hinaus arbeitet. § 3 Arbeitszeitgesetz besagt, dass die werktägliche Arbeitszeit 8 Stunden (max. Verlängerung auf 10 Std.) nicht überschreiten darf. Eine allgemeine Verpflichtung des Arbeitnehmers zur Leistung von Überstunden besteht nicht, auch nicht auf der Grundlage des allgemeinen Direktions- oder Weisungsrechts des Arbeitgebers. Soweit in Arbeitsverträgen eine entsprechende Erweiterung des Weisungsrechts des Arbeitgebers vorgesehen ist, hat dieser dennoch die Grundsätze billigen Ermessens zu beachten. Soweit Überstunden geleistet werden, sind diese im Regelfall wie normale Arbeitszeit zu vergüten, soweit nicht ausdrückliche Regelungen im Arbeitsvertrag oder in einem anzuwendenden Tarifvertrag andere Vergütungsregelungen, insbesondere die Verpflichtung zur Zahlung besonderer Zuschläge, enthalten. Leistet der Arbeitnehmer ohne Anordnung und/oder Kenntnis des Arbeitgebers Überstunden , muss er unter Angabe von Einzelheiten darlegen und gegebenenfalls nachweisen, dass und warum die von ihm geleisteten Überstunden sachdienlich gewesen sind. Will der Arbeitgeber Überstunden anordnen, hat er das Mitbestimmungsrecht des Betriebsrats zu beachten.

Quelle: Duden Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 3. Aufl. Berlin: Bibliographisches Institut 2015. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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