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Verbandsklage

Klage, die ein Verband oder eine Vereinigung gegen eine behördliche Maßnahme erheben kann, ohne geltend machen zu müssen, in eigenen Rechten verletzt zu sein. Da nach der Verwaltungsgerichtsordnung grundsätzlich nur derjenige klagen kann, der eine Verletzung in eigenen Rechten geltend machen kann, ist die V. nur zulässig, wenn ein Gesetz sie ausdrücklich vorsieht. Dies ist – nach dem zivilrechtlichen Vorbild der Klagebefugnis von Verbraucherschutzverbänden nach § 13 des Gesetzes über den unlauteren Wettbewerb – im Bundesnaturschutzgesetz und in den meisten Landesnaturschutzgesetzen erfolgt, die bestimmten Naturschutzverbänden die Befugnis zur Klage gegen Naturschutzbelange berührende Entscheidungen, etwa die Planfeststellung einer Straße oder eines Flughafens, einräumen.

Quelle: Duden Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 3. Aufl. Berlin: Bibliographisches Institut 2015. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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