Vertrag zugunsten Dritter

das vertragliche Versprechen der Leistung an einen Dritten, nicht am Vertragsabschluss Beteiligten (z. B. beim Lebensversicherungsvertrag, dessen Leistung einem am Vertrag nicht beteiligten Dritten zufließen soll). Der Dritte erwirbt hier einen eigenen Anspruch gegen den Verpflichteten (hier z. B. gegen die Versicherungsgesellschaft). Die Rechtsbeziehung zwischen dem Schuldner (»Versprechender«) und dem Gläubiger (»Versprechensempfänger«) bezeichnet man als Deckungsverhältnis, die Rechtsbeziehung zwischen dem Versprechensempfänger und dem begünstigten Dritten als Valutaverhältnis. Ein sogenannter unechter Vertrag zugunsten Dritter liegt vor, wenn der Dritte keinen eigenen Leistungsanspruch gegen den Schuldner erhalten soll, die Bewirkung der Leistung an den Dritten also weiter vom Willen des Gläubigers abhängt (§ § 338 ff. BGB)

Quelle: Duden Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 3. Aufl. Berlin: Bibliographisches Institut 2015. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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