vertretbare Handlung

im Zwangsvollstreckungsrecht eine Handlung, bei der es rechtlich und wirtschaftlich betrachtet für den Gläubiger unerheblich ist, ob der Schuldner oder ein Dritter die Leistungspflicht erfüllt, z. B. Lieferung von Waren (§ 887 ZPO). Im Gegensatz dazu sind unvertretbare Handlungen (§ 888 ZPO) solche, deren Bewirken ausschließlich vom Willen des Schuldners abhängt, z. B. Erteilen eines Zeugnisses, Abgabe von Willenserklärungen.

Quelle: Duden Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 3. Aufl. Berlin: Bibliographisches Institut 2015. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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