Verzicht

im Zivilrecht das Aufgeben eines Rechts; der Verzicht ist eine Verfügung und insoweit wirksam, als ein Recht übertragbar ist. Der Verzicht wird i. d. R. einseitig erklärt; zum Verzicht auf Forderungen ist jedoch ein Vertrag zwischen Gläubiger und Schuldner erforderlich (Schulderlass, § 397 BGB). Der prozessuale Verzicht ist stets einseitig und richtet sich an das Gericht. Er wird i. d. R. in der mündlichen Verhandlung erklärt und kann sich auf prozessuale Befugnisse (z. B. Rechtsmittelverzicht) oder den Klageanspruch selbst (Klageverzicht) beziehen.

Quelle: Duden Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 3. Aufl. Berlin: Bibliographisches Institut 2015. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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