Weiterbeschäftigungsanspruch

1) Anspruch des Arbeitnehmers nach § 102 Abs. 5 Betriebsverfassungsgesetz auf Weiterbeschäftigung bis zur rechtskräftigen Entscheidung über eine vom Arbeitnehmer eingereichte Kündigungsschutzklage, wobei Voraussetzung für den W. ein frist- und ordnungsgemäßer Widerspruch des Betriebsrats gegen die Arbeitgeberkündigung ist. Weitere Voraussetzung ist, dass der Arbeitnehmer dem persönlichen und sachlichen Geltungsbereich des Kündigungsschutzgesetzes unterliegt und seine Kündigungsschutzklage zumindest auch auf die Sozialwidrigkeit der Kündigung gestützt hat. 2) Der allgemeine W. des Arbeitnehmers ist Ausdruck seines Persönlichkeitsrechts; er besteht bei offensichtlich unwirksamer arbeitgeberseitiger Kündigung und/oder nach einem seiner Kündigungsschutzklage stattgebenden Urteil, soweit das Interesse des Arbeitnehmers an der Weiterbeschäftigung das des Arbeitgebers an der Nichtbeschäftigung überwiegt.

Quelle: Duden Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 3. Aufl. Berlin: Bibliographisches Institut 2015. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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