Wohngeld

aus öffentlichen Mitteln grundsätzlich auf Antrag gewährter Zuschuss für die Nutzung einer Mietwohnung oder eines Heimplatzes (Mietzuschuss, Mietbeihilfe) sowie für eigengenutztes Wohneigentum (Lastenzuschuss): Rechtsgrundlagen sind § 7 SGB I, das Wohngeldgesetz vom 14. 12. 1970 und die Wohngeldverordnung vom 21. 12. 1971.

Maßgebend für die Wohngeldberechtigung sind die Höhe des jährlichen Familieneinkommens, die Zahl der zum Haushalt gehörenden Familienmitglieder und die Höhe der zuschussfähigen Miete bzw. Belastung, wobei sich die Höchstbeträge nach dem örtlichen Mietniveau (Mietenstufe) richten. Die Tragbarkeit von Miete und Belastung wird tabellarisch ermittelt. Übertragbarkeit und Pfändbarkeit des Wohngeld sind beschränkt (§§ 53 f. SGB I). Als Bestandteil der sozialen Sicherung hat das Wohngeld Bedeutung als Korrektiv der marktwirtschaftlichen Wohnungsversorgung bei einkommensschwachen Haushalten.

Quelle: Duden Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 3. Aufl. Berlin: Bibliographisches Institut 2015. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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