Schutz, subsidiärer

Wird nach der Qualifikationsrichtlinie der EU und den nationalen Umsetzungen gewährt. Subsidiär schutzberechtigt sind Menschen, die kein Asyl nach dem Grundgesetz (GG) oder der Genfer Flüchtlingskonvention beanspruchen können, die dennoch stichhaltige Gründe dafür vorbringen, dass ihnen in ihrem Herkunftsland ein ernsthafter Schaden von staatlichen oder nicht staatlichen Akteuren droht. Als ernsthafter Schaden gilt die Verhängung oder Vollstreckung der Todesstrafe, Folter oder unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Bestrafung oder eine ernsthafte individuelle Bedrohung des Lebens oder der Unversehrtheit durch Krieg oder Bürgerkrieg.

Siehe auch:
Qualifikationsrichtlinie
Grundgesetz (GG)
Genfer Flüchtlingskonvention
Schaden
Vollstreckung
Todesstrafe

Quelle: Das Rechtslexikon. Begriffe, Grundlagen, Zusammenhänge. Lennart Alexy / Andreas Fisahn / Susanne Hähnchen / Tobias Mushoff / Uwe Trepte. Verlag J.H.W. Dietz Nachf. , Bonn, 1. Auflage, September 2019. Lizenzausgabe: Bundeszentrale für politische Bildung.

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