Herausforderung Salafismus

Radikalisierungsprävention



Newsletter Juni 2019

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

der Infodienst widmet dem heiß diskutierten Thema Evaluation eine neue Serie. In den Artikeln geht es um Sinn, Zweck und Herausforderungen von Evaluationen, um verschiedene Arten von Evaluationen und aktuelle – zum Teil gegensätzliche – Positionen zum Thema. Dabei kommen verschiedene Beteiligte zu Wort: sowohl Akteure, die Evaluationen planen und durchführen als auch solche, deren Projekte evaluiert wurden oder werden.

Herzliche Grüße
Ihre Infodienst-Redaktion

PS: Haben Sie einen Hinweis, worüber wir berichten sollten? Schreiben Sie uns an radikalisierungspraevention@redaktion-kauer.de!

Neu im Infodienst Radikalisierungsprävention

Neu bei der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb

Veranstaltungshinweise und Fortbildungen

Termindetails und weitere Termine finden Sie in der Termin-Übersicht des Infodienstes.

Juli 2019 September 2019

Aktuelle Meldungen

"Demokratie leben!" – Bewerbung für zweite Förderrunde



Im Januar 2020 beginnt die zweite Förderperiode des Bundesprogramms "Demokratie leben!". In den Handlungsfeldern "Extremismusprävention" und "Bund – Kompetenzzentren oder -netzwerke" läuft nun das Interessenbekundungsverfahren. Bewerbungen können bis zum 12. Juli 2019 eingereicht werden.

Zur Internetseite demokratie-leben.de

Der Streit um die Rückholung von "IS"-Anhängern und ihren Kindern



Der Umgang mit "IS"-Unterstützern und ihren Familien sorgt weiterhin für Diskussionen. Ende April forderten Angehörige deutscher Dschihadisten bei einer Demonstration in Berlin, dass sich Deutschland für die Rückholung von Kindern und Frauen der Kämpfer einsetzt. Darüber berichteten unter anderem der Tagesspiegel und die BZ. Ende Mai appellierten Angehörige in einem Brief an Innenminister Seehofer, deutsche "IS"-Anhänger zurückzuholen, die in Nordsyrien festgehalten werden. Darüber berichtete Spiegel Online. Nachdem Großeltern eine Klage eingereicht hatten, hat die Bundesregierung Ende Mai erstmals angekündigt, Kinder von "IS"-Angehörigen aus Syrien nach Deutschland zurückzuholen, berichtet tagesschau.de.

Jugendämter prüfen, ob "IS"-Rückkehrern das Sorgerecht entzogen werden kann



Zurzeit prüfen Fachleute aus Jugendämtern, Sozial- und Sicherheitsbehörden, ob deutsche Dschihadisten das Sorgerecht für ihre Kinder verlieren könnten, weil sie diese im "IS"-Gebiet in Gefahr gebracht haben. Darüber berichtet die Süddeutsche Zeitung.

Bundesregierung unter Druck wegen inhaftierter "IS"-Anhänger in Syrien und im Irak



Auch die Situation vor Ort ist in der Diskussion. Ein jesidischer Verband wirft der Bundesregierung Untätigkeit bezüglich der deutschen "IS"-Anhänger vor, die in Nordsyrien inhaftiert sind. Der Verband hat Strafanzeige gegen Innenminister Seehofer und Justizministerin Barley wegen Strafvereitelung im Amt gestellt, berichtet unter anderem tagesschau.de. Das Bundesinnenministerium erklärte dazu, dass es in Syrien wegen des andauernden Bürgerkriegs nicht für die dort Inhaftierten tätig werden könne. Grundsätzlich hätten alle deutschen Staatsbürger das Recht auf eine Rückkehr nach Deutschland.

Die irakische Regierung hat dagegen Medienberichten zufolge angeboten, ein Sondergefängnis für ausländische "IS"-Kämpfer im Irak einzurichten. Der Irak fordert demnach von den Herkunftsländern Geld für dieses Vorgehen. Laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung wird der Vorschlag von der Bundesregierung abgelehnt, unter anderem, weil die irakische Justiz Todesurteile verhängt.

Nach den Anschlägen in Sri Lanka: "IS" ist nicht geschlagen



Der "Islamische Staat" will mit aller Macht einen Religionskrieg herbeibomben, so ZEIT-Journalist Yassin Musharbash in einer Analyse nach den Anschlägen in Sri Lanka am Ostersonntag. Der "IS" sei auch nach der militärischen Niederlage eine Bedrohung, da er wandlungsfähig ist. "Kirchen, Soldaten, Hotels, Rock-Konzerte: Weil praktisch jedes Ziel legitim ist, kann auch jeder lokale Konflikt mühelos zum Teil des weltweiten Dschihad umgedeutet oder mit ihm verschmolzen werden."

Zur Analyse auf Zeit.de

"IS"-Führer al-Baghdadi: Was bedeutet sein neuer Video-Auftritt?



Zum ersten Mal seit 2014 zeigte sich der "IS"-Anführer Abu Bakr al-Baghdadi in einem Video. Darüber berichteten zahlreiche Medien im Mai. Fachleute werteten es als Versuch, nach der militärischen Niederlage des "IS" Handlungsfähigkeit zu beweisen.

Zum Beitrag in der Süddeutschen Zeitung

Zum Beitrag bei Euronews

Sven Lau vorzeitig aus der Haft entlassen



Sven Lau ist vorzeitig aus der Haft entlassen worden, bestätigte das Oberlandesgericht in Düsseldorf. Lau ist einer der bekanntesten Akteure der salafistischen Szene. Er gilt als Initiator einer Aktion in Wuppertal, bei der mehrere Männer in Warnwesten mit der Aufschrift "Sharia Police" durch die Stadt gezogen waren. Im Juli 2017 wurde Lau wegen Unterstützung einer ausländischen terroristischen Organisation zu einer Haftstrafe verurteilt. Lau habe sich mittlerweile vom Salafismus distanziert, so ein Sprecher des Gerichts.

Mehrere Beteiligte der "Sharia Police" sind unterdessen in Wuppertal zu Geldstrafen verurteilt worden.

Zum Beitrag über die Entlassung Laus bei RP Online

Zum Beitrag über das Urteil zur "Sharia Police" bei n-tv

EU-Projekt PROTON: Umfrage zu Präventionsprojekten



Das Projekt PROTON sammelt Daten zu verschiedenen Ansätzen und Formen der Umsetzung von Präventionsprogrammen in der Europäischen Union. Fachleute aus der Präventionsarbeit mit vertieften Kenntnissen zu einem oder mehreren Präventionsprogrammen werden gebeten, einen Online-Fragebogen auszufüllen.

Zum Fragebogen (in englischer Sprache)

Informationen über PROTON (in englischer Sprache)

Regierungen und Internetfirmen unterzeichnen Appell gegen Extremismus



16 große Internetkonzerne und 17 Staaten haben sich dem sogenannten Christchurch-Aufruf angeschlossen. Darin verpflichten sie sich, gegen extremistische Inhalte im Internet vorzugehen. Auch die EU-Kommission und Deutschland unterstützen die Initiative. Der Terroranschlag von Christchurch in Neuseeland hat 51 Menschen in zwei Moscheen das Leben gekostet. Der rechtsextreme Attentäter filmte die Tat mit einer Helmkamera und übertrug die Bilder über Facebook live ins Internet übertragen.

Zum Beitrag bei ZEIT Online

Neue Beiträge bei ufuq.de: Religionsfreiheit in der Schule, Präventionsarbeit in Österreich, Erfahrungen in der Fortbildungspraxis



In den vergangenen Wochen sind auf ufuq.de neue umfangreiche Beiträge erschienen, darunter:

Die Religionsfreiheit von Kindern im schulischen Raum – Ein generelles Kopftuchverbot wäre nicht mit Grundgesetz und UN-Kinderrechtskonvention vereinbar

Was man sagen darf: Mythos Neutralität in Schule und Unterricht

"Es ist gut, zornig zu sein" – Der österreichische Politikwissenschaftler Rami Ali im Interview über den Einfluss der FPÖ auf die Präventionsarbeit

"Ermutigen, Konflikte zuzulassen" – Interview zu den Fortbildungen im Rahmen des Projekts "Protest, Provokation und Propaganda"


Streit um geeignete Partner für Deradikalisierung in Berlin



Äußerungen des Berliner Innensenators Andreas Geisel (SPD) im Mai haben eine kontroverse Diskussion über mögliche Partner für die Deradikalisierungsarbeit ausgelöst. Um ehemals gewaltbereite Salafisten in die Gesellschaft zu integrieren, könne das "legalistische Spektrum" sie aufnehmen, so Geisel. Zum legalistischen Spektrum zählen nach Einschätzung der Sicherheitsbehörden gemäßigt islamistische Gruppen, die keine Gewalt anwenden, darunter die Muslimbrüder. Kritiker warfen dem Innensenator vor, eine Zusammenarbeit mit den Muslimbrüdern zu planen. Geisel bestreitet dies: Deradikalisierung sei Aufgabe von Fachleuten. Aber auch diese würden empfehlen, mit Szeneangehörigen zu sprechen, so Geisel. Dazu würden auch Legalisten gehören.

Zum Kommentar im Tagesspiegel: "Innensenator verstrickt sich in Widersprüche"

Zum Beitrag in der BZ: "Innensenator Geisel – Keine Zusammenarbeit mit Muslimbruderschaft"

Verfassungsschutzberichte der Länder erschienen



In zahlreichen Bundesländern haben die Verfassungsschutzbehörden ihre Berichte für das vergangene Jahr vorgelegt. Die Einschätzungen und Zahlen zur salafistischen Szene sind regional unterschiedlich. Die Behörden warnen jedoch vor einer anhaltenden Gefahr. Überwiegend wird berichtet, dass die Szene weiterhin Zulauf hat.

Medienbeiträge und Pressemitteilungen zu den Verfassungsschutzberichten der einzelnen Bundesländer:

Brandenburg (Bericht der Potsdamer Neuesten Nachrichten)

Niedersachsen (Bericht des NDR)

Mecklenburg-Vorpommern (Bericht des NDR)

Sachsen (Bericht der Leipziger Volkszeitung)

Bayern (Bericht des Bayerischen Rundfunks)

Berlin (Verfassungsschutzbericht auf der Internetseite des Senats)

Bremen (Verfassungsschutzbericht auf der Internetseite des Senats)

Schleswig-Holstein (Bericht des NDR)

Rheinland-Pfalz (Bericht des SWR)


Neues Gesetz: Hannover verbietet Islamisten-Stand in der City



Die Stadt Hannover hat im Mai zum ersten Mal eine "Cake Day"-Aktion von mutmaßlichen Islamisten verboten, berichtet die Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ). Die Veranstaltungen, bei denen Aktivisten in der Innenstadt Kuchen verteilen, werden als Propaganda-Aktionen gewertet. Die Betreiber werden unter anderem verdächtigt, Spenden an islamistische Gruppen in Syrien weiterzuleiten. Grundlage für das Verbot des Standes ist ein neues Gesetz. Es soll Kommunen helfen, Veranstaltungen mit verfassungsfeindlichen Inhalten im Vorhinein untersagen zu können.

Zum Beitrag der HAZ

Rekrutierungsklub für Islamisten – Hamburger Fußballverein im Visier des Verfassungsschutzes



Nach einer Warnung durch den Hamburger Verfassungsschutz hat der Fußball-Landesverband den Fußballverein Adil e. V. ausgeschlossen, berichtet stern.de. Grund sei demnach, dass bei dem Verein ausschließlich Islamisten Mitglied sind. Kinder- und Jugendmannschaften habe der Verein nicht.

Zum Beitrag bei stern.de

Zur Mitteilung der Hamburger Innenbehörde

Verfassungsschutz beobachtet Anbieter von Pilgertouren



Reiseveranstalter, die sich auf Saudi-Arabien spezialisiert haben, gewinnen unter den Anhängern des Salafismus an Bedeutung, so das Landesamt für Verfassungsschutz in Baden-Württemberg. Die Behörde beobachtet die Aktivitäten von BAKKAH-Reisen, eine Organisation, die Pilgerfahrten anbietet. Zu den Reiseleitern zählen bundesweit bekannte Salafisten. Auf den Reisen werde das salafistische Weltbild gestärkt, so die Behörde. Die Fahrt könne daher die Radikalisierung Einzelner verstärken.

Zum Bericht des Landesamtes für Verfassungsschutz in Baden-Württemberg

Zum Bericht der Südwestpresse

Handreichungen und Materialien

Multimediale Bildungsmaterialien: Jung, muslimisch, deutsch – normal! – Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend



Die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland (aej) hat ein multimediales Materialpaket für jugendpolitische Bildungsarbeit veröffentlicht. Es umfasst neben einer Broschüre einen Kurzfilm, Spielkarten und eine App. Ziel ist es, vorurteilsfreie Zugänge zum Themenfeld "Jugend und Islam" zu schaffen. Die Materialien sind im Rahmen des Kooperationsprojekts "Junge Muslime als Partner - FÜR Dialog und Kooperation! GEGEN Diskriminierung!" entstanden. Die Materialien sind kostenlos erhältlich, lediglich Portokosten werden berechnet.

Mehr Informationen zum Inhalt und Bestellung

Handreichung für Schulen in Hessen: Grundrechtsklarheit, Wertevermittlung, Demokratieerziehung



Das Hessische Kultusministerium hat im Mai die Handreichung "Grundrechtsklarheit, Wertevermittlung, Demokratieerziehung" vorgestellt. Ziel ist es, Lehrkräfte im Umgang mit extremistischem Verhalten im Unterricht und bei der Demokratie- und Wertevermittlung in der Schule zu unterstützen. Die Handreichung enthält konkrete Anregungen für die Unterrichtspraxis sowie pädagogische und rechtliche Hinweise zum Umgang mit Konfliktsituationen.

Zur Handreichung

Handbuch: Umgang mit extremistischen Gefangenen und Prävention in Haftanstalten – Vereinte Nationen



Das Handbuch ist der erste Fachleitfaden auf der Ebene der Vereinten Nationen, der den Umgang mit Radikalisierung und gewaltbereitem Extremismus in Haftanstalten behandelt. Es enthält praktische Leitlinien für den Umgang mit gewaltbereiten extremistischen Gefangenen, für die Radikalisierungsprävention und für Interventionen mit dem Ziel der Wiedereingliederung nach der Haftentlassung. Das Handbuch richtet sich insbesondere an das Personal von Haftanstalten, ist aber auch für politische Entscheidungsträger, Gesetzgeber und NGOs von Nutzen. Das Handbuch wird herausgegeben vom Büro der Vereinten Nationen für Drogen­ und Verbrechensbekämpfung (UNODC), erstellt wurde es von Shane Bryans.

Zum Handbuch

Handbuch: Countering Violent Extremism II. A Guide To Good Practice – CREST



Das britische Centre for Research and Evidence on Security Threats (CREST) hat im Rahmen seines Projekts zur Evaluation von Präventionsprogrammen einen Überblick über Erkenntnisse zur Wirksamkeit von praktischen Ansätzen der Prävention herausgegeben. Sarah Marsden, James Lewis und Kim Knott haben die vorliegende Literatur gesichtet, um gute Beispiele zu identifizieren. Das Handbuch beschreibt Präventions- beziehungsweise Interventionsprogramme weltweit, ihre Ziele und Methoden und die vorliegenden Erkenntnisse zu ihrer Wirksamkeit.

Mehr Informationen und Download

Studien und Berichte

PRO Prävention: Abschlussbericht



Das Modellprojekt "PRO Prävention – gegen (religiös begründeten) Extremismus" aus Offenbach hat Ende April einen umfangreichen Abschlussbericht veröffentlicht. Das Projekt wurde von Prof. Dr. Susanne Schröter von der Goethe-Universität Frankfurt/Main wissenschaftlich begleitet.

Zur Mitteilung der Kreisverwaltung Offenbach und zum Download des Berichts

Deutscher Präventionstag: Stellungnahmen



Anlässlich des 24. Deutschen Präventionstages im Mai in Berlin haben Expertinnen und Experten verschiedener Fachrichtungen Stellungnahmen zu den Grundlagen von Prävention und Demokratieförderung vorgelegt. Dazu gehören:

Manfred Görtemaker: Demokratieentwicklung und Gefährdungen

Harald Welzer: Essay über die heutigen Notwendigkeiten und Möglichkeiten der Demokratieförderung

Roland Eckert, Coerw Krüger, Helmut Willems: Gesellschaftliche Konflikte und Felder der Prävention

Björn Milbradt, Katja Schau, Frank Greuel: (Sozial-)pädagogische Praxis im Handlungsfeld Radikalisierungsprävention

Andreas Beelmann: Grundlagen eines entwicklungsorientierten Modells der Radikalisierung

Zum Überblick und zu den PDF-Downloads

jugendschutz.net: Lagebericht 2018 zu Islamismus im Netz



Provokante Videos, Anleihen aus Comics und Computerspielen, subtile Hassbotschaften: Islamistische Gruppen ködern Kinder und Jugendliche in beliebten Messenger- und Social-Media-Diensten, so der aktuelle Bericht von jugendschutz.net zu Islamismus im Netz. Islamisten knüpfen so an die Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen an und greifen gezielt jugendkulturelle Debatten auf. Zudem sprechen sie gezielt das Gerechtigkeitsgefühl junger Menschen oder Erfahrungen mit Rassismus und Diskriminierung an.

Zum Lagebericht 2018 auf der Projektwebsite hass-im-netz.info

FES: Mitte-Studie – Muslimfeindlichkeit weit verbreitet



Rechte Einstellungen verfestigen sich in der Mitte der Gesellschaft, so lautet ein zentrales Ergebnis der sogenannten Mitte-Studie. Zwar befürwortet der Großteil der Deutschen die Demokratie. Doch ein Drittel stellt demnach gleiche Rechte für alle infrage. Die Zustimmung zu menschenfeindlichen Vorurteilen ist hoch, das gilt vor allem für Abwertungen gegenüber Zugewanderten, Muslimen und für Antisemitismus. Die Mitte-Studie wird seit 2006 alle zwei Jahre von der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) herausgegeben.

Zur Pressemitteilung der FES und weiteren Informationen

Zum Beitrag beim Mediendienst Integration

Schule ohne Rassismus: Antimuslimischer Populismus



Schule ohne Rassismus hat einen neuen Baustein in seiner Reihe von Materialien zur Präventionsarbeit an Schulen veröffentlicht. Der Titel von Baustein 7 lautet "Antimuslimischer Populismus. Rechter Rassismus in neuem Gewand". Der Sozialwissenschaftler Alexander Häusler stellt darin Merkmale und aktuelle Ausdrucksformen des antimuslimischen Populismus dar.

Zur Bestellung und zum kostenlosen PDF-Download

ICCT: Branding a Caliphate in Decline. The Islamic State’s Video Output



Das International Centre for Counter-Terrorism – The Hague (ICCT) hat eine Studie zu den Propaganda-Videos veröffentlicht, die der "Islamische Staat" in den Jahren 2015 bis 2018 produziert hat. Darin geht es insbesondere darum, wie sich der Niedergang des IS auf die Propaganda auswirkt. Während die Anzahl der Videos zurückgegangen ist, sei der "IS" vermutlich dennoch fähig, seine Zielgruppen auch in den kommenden Jahren anzusprechen, so eine Schlussfolgerung.

Zum Download der Studie

Brookings: Do counter-narratives actually reduce violent extremism?



Wenn man eine Ideologie besiegt, wird dies zu einem Rückgang extremistischer Gewalt führen: Dies sei die Annahme, die hinter sogenannten Counter Narratives (Gegenerzählungen) steht, so Eric Rosand und Emiliy Winterbotham in einem Blog-Beitrag für den US-amerikanischen Thinktank Brookings Institution. Sie erläutern, warum Counter Narratives häufig kritisch gesehen werden und warum sie dennoch eingesetzt werden.

Zum Blogbeitrag

RAN-Berichte: Psychische Störungen, Aussteigerprogramme, Counter Narratives und weitere Themen



Das europäische Radicalisation Awareness Network (RAN) hat in den vergangenen Wochen eine Reihe von Berichten veröffentlicht (in englischer Sprache):

Understanding the mental health disorders pathway leading to violent extremism

Multi-problem target group: the influence of mental health disorders and substance abuse on Exit work

Management of exit programmes

Communicating with radicalised individuals in an exit setting

Multi-Agency Working and preventing violent extremism

Monitoring & Evaluating counter- and alternative narrative campaigns

The nine essentials to consider while engaging in online P/CVE campaigning

The role of Informal Actors in delivering effective counter- and alternative narratives

Neuerscheinungen

Forum Kriminalprävention: Wissenschaft & Prävention / Demokratie braucht Prävention



Die Zeitschrift Forum Kriminalprävention beschäftigt sich in den Ausgaben 1 und 2/2019 unter anderem mit der Extremismusprävention. Titelthema der Ausgabe 1/2019 ist "Wissenschaft & Prävention – Forschung und Wissenstransfer bei DFK und NZK". Darin geht es unter anderem um die Arbeit und die Zukunft des Nationalen Zentrums für Kriminalprävention (NZK).

Titelthema der Ausgabe 2/2019 ist "Demokratie braucht Prävention". Unter anderem geht es dabei um Islamfeindlichkeit als einen makrosoziologischen Faktor (Mitra Moussa Nabo und Inga Nehlsen) sowie Präventionsansätze der Polizeilichen Kriminalprävention im Bereich Politisch motivierte Kriminalität (Meike Steinle und Julia Christiani). Die Inhalte können kostenlos als PDF heruntergeladen werden.

Zur Übersicht der Beiträge zum Thema "Wissenschaft & Prävention"

Zur Übersicht der Beiträge zum Thema "Demokratie braucht Prävention"

BAG RelEx: Ligante. Fachdebatten aus der Präventionsarbeit



Die Bundesarbeitsgemeinschaft religiös begründeter Extremismus (BAG RelEx) gibt eine neue Schriftenreihe heraus: Ligante – Fachdebatten aus der Präventionsarbeit. Die BAG RelEx will darin die Ergebnisse ihrer öffentlichen Fachtage einer breiteren Öffentlichkeit in pädagogischer Praxis, Wissenschaft und Politik zur Verfügung stellen. Damit will sie auch zur Vernetzung der Aktuere beitragen. Ausgabe #1 dokumentiert den Fachtag "Inshallah online" (Mai 2018) sowie den Fachtag "Jenseits des Salafismus" (November 2018).

Zum Download der Ausgabe #1 der Schriftenreihe Ligante

Zeitschrift für Medienpädagogik: Digitalität. Religion. Pluralismus



In der Ausgabe 3/2019 von merz – Zeitschrift für Medienpädagogik geht es um Glaube und Religionen im digitalen Wandel. Insbesondere drei Beiträge sind für die Präventionspraxis relevant: Islamistische Angebote in Sozialen Medien (Götz Nordbruch und Pierre Asisi), Bilder des Islams in medialen Lebenswelten (Jawaneh Golesorkh) sowie die Vorstellung des Projekts "bildmachen – Politische Bildung und Medienpädagogik zur Prävention von religiös-extremistischen Ansprachen in Sozialen Medien" (Nicole Rauch).

Zur Beschreibung und Bestellung

Video- und Audio-Beiträge

ufuq.de: Aladin El-Mafaalani zu Gast beim Couch Talk (Video, 10 Minuten)



In der ersten Folge des "Couch Talks" von ufuq.de spricht Aladin El-Mafaalani über seine Thesen vom "Integrations-Paradox": Demnach führt gelungene Integration zu mehr Konflikten. Im Video geht es darum, was dies für die praktische Arbeit mit Jungendlichen bedeutet, wie Lehrkräfte mit Konflikten in der Klasse umgehen können – und mit der Debatte darüber, ob "der Islam" zu Deutschland gehört. Die "Couch Talks" sind eine neue Reihe von kurzen Videobeiträgen. Ufuq.de spricht darin mit Gästen über deren Arbeit und diskutiert mit ihnen über Fragen zur pädagogischen und wissenschaftlichen Praxis.

Zum Video auf ufuq.de

Radio Bremen: "Neues Konzept im Umgang mit Gefährdern und Extremisten in JVA" (Video, 4 Minuten)



Wie geht ein Gefängnis mit Extremisten um? Und wie schafft man es, dass sich Häftlinge nicht radikalisieren? Radio Bremen stellt in einem kurzen Video das Konzept der Bremer Justizvollzugsanstalt vor. Dort wurden alle 300 Mitarbeiter entsprechend geschult. Die Beratungsstelle Legato steht dabei einerseits den JVA-Mitarbeitern zur Seite, macht aber auch für Häftlinge Bildungsangebote zu den Themen Demokratie, Staat, Religion und extremistische Bewegungen. Die Mitarbeiter sollen für die Gefangenen zu Ansprechpartnern auf Augenhöhe werden, anstatt ihnen mit Vorurteilen zu begegnen.

Zum Video auf der Internetseite der Sendung "buten un binnen"

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