Dossier

Rechtsextremismus



"Mein Kampf"

"Er ist und bleibt der ewige Parasit, ein Schmarotzer, der wie ein schädlicher Bazillus sich immer mehr ausbreitet, sowie nur ein günstiger Nährboden dazu einlädt. Die Wirkung seines Daseins aber gleicht ebenfalls der von Schmarotzern: wo er auftritt, stirbt das Wirtsvolk nach kürzerer oder längerer Zeit ab."
"Das Ende aber ist nicht nur das Ende der Freiheit der vom Juden unterdrückten Völker, sondern auch das Ende dieses Völkerparasiten selber."
Es sind Aussagen wie diese, mit denen Hitler schon in "Mein Kampf" einen Ausblick auf die rassistische Vernichtungspolitik der Nazis gibt. Und die "Mein Kampf" heute noch zu literarischem Sprengstoff machen. Ab dem 1.1.2016 kann "Mein Kampf" neu veröffentlicht werden, denn dann läuft der Urheberschutz aus, auf Grund dessen das Land Bayern die letzten 70 Jahre eine Neuauflage untersagen konnte. Heißt das, dass das Buch jetzt jedermann vertreiben und erwerben darf? Ist die Beschäftigung mit der Propagandaschrift der Nazis überhaupt sinnvoll? Oder gehört sie auf den Müllhaufen der Geschichte?
Soll "Mein Kampf" veröffentlicht werden? Verhindert die Beschäftigung mit der Hetzschrift Extremismus? Oder holt sie ein Denken zurück ins Bewusstsein, das besser vergessen werden sollte – auch, weil es vielleicht noch heute ansteckend sein könnte? (© 2015 Bundeszentrale für politische Bildung)

Aus der Mediathek

Hitlers "Mein Kampf" – ein unterschätztes Buch


Beiträge aus der APuZ (43–45/2015)

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