Twitterchat: Germanenkult

Nordische Sagen haben mittlerweile eingang in den Mainstream gefunden. Doch die Bezugnahme auf germanische Mythen war immer auch schon ein zentrales Mittel zur Identitätsbildung von Rechtsextremen, um die vermeintliche Überlegenheit einer "nordischen Rasse" zu belegen. Der Germanenkult der extremen Rechten konnte am Dienstag den 7. November 2017 um 17 Uhr auf Twitter unter dem Hashtag #Germanenkult mit Karl Banghard diskutiert werden.

"Sleipnir", das achtbeinige Pferd Odins, ist auch Namensgeber einer rechtsextremen Band. Ausschnitt aus einer Illustration zu Richard Wagners "Das Rheingold", 1910. (© bpb)


Nicht erst mit Marvels "Thor" hat es der Germanenkult in die Popkultur geschafft. Viele unpolitische Gruppen und Szenen – wie etwa Teile der Metal-Szene – greifen nordische Erzählungen auf. Doch die Bezugnahme auf germanische Mythen war immer auch schon ein zentrales Mittel zur Identitätsbildung von Rechtsextremen, von den Anfängen der völkischen Bewegung über die NSDAP bis zu den modernen Neonazis. Kultur, Brauchtum und Mythologie der Germanen wurden und werden herangezogen, um die vermeintliche Überlegenheit einer jahrtausendealten "nordischen Rasse" zu belegen. Auch Runen haben sich als Stilelemente rechter Propaganda etabliert. Doch wie Rechtsextreme diese frühhistorischen Schriftzeichen und Lebensweisen interpretieren, hat mit wissenschaftlichen Befunden wenig zu tun.

Wie werden die Germanen für rechtsextreme Erzählungen instrumentalisiert? Welche kommunikative Funktion hat der Germanenkult für den rechten Rand? Wie spiegelt er sich in Musik und Mode? Welche Gegenentwürfe liefert die Wissenschaft? Und was sind die Antworten der historischen und archäologischen Bildung?

Über diese und weitere Fragen konnten am Dienstag den 7. November 2017 von 17 bis 18 Uhr im Twitterchat unter #Germanenkult mit Karl Banghard diskutiert werden. Er ist Leiter des Archäologischen Freilichtmuseums Oerlinghausen und hat sich intensiv mit dem Verhältnis der modernen extremen Rechten zur Vorgeschichte auseinandergesetzt.

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Twitterchat: Eure Fragen bestimmen!

Twitterchat heißt, dass jeder am Dienstag den 7. November mit Karl Banghard (@AFMOerling) um 17 Uhr im Twitterchat von @bpb_de unter dem Hashtag #Germanenkult mitdiskutieren konnte. Die Diskussion war öffentlich einsehbar und wurde von der bpb moderiert. Fragen können während der Chats oder schon vorab gestellt werden, als Kommentar oder Nachricht auf Facebook (www.facebook.com/bpb.de) oder Twitter mit dem Hashtag #Germanenkult oder per E-Mail an die bpb (wirgegenrex@bpb.de).

Dokumentation des Twitterchats

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