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3.9.2020

Jeder darf glauben, was er möchte

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Artikel 4 – Religionsfreiheit

(1) Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.
(2) Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.
(3) Niemand darf gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden. (…)

(© bpb)


Der Artikel 4 schützt die Freiheit,
an das zu glauben,
was man möchte.

Jeder Mensch hat das Recht,
seine Religion oder seine Weltanschauung
selbst zu wählen.

Eine Weltanschauung ist die Weise,
wie ein Mensch sich die Welt erklärt.
Dazu gehört auch,
was für ihn auf der Welt wichtig ist. Jede Religion und jede Weltanschauung ist erlaubt.
Alle können frei entscheiden,
woran sie glauben oder nicht glauben.
Zum Beispiel darf der Staat nicht sagen: Niemand darf gezwungen werden
an eine bestimmte Religion zu glauben.
Das gilt auch für die eigenen Kinder.
Ab 14 Jahren darf jeder selbst entscheiden,
was er oder sie glauben möchte.
Egal, was die Eltern dazu sagen.

Der Staat darf niemanden zwingen im Krieg zu kämpfen.
Auch dies sagt der Artikel 4.
Ein Mensch kann sagen: Im Krieg zu kämpfen ist dann gegen sein Gewissen.
Der Mensch muss dann nicht im Krieg kämpfen.
Vielleicht muss er aber zum Beispiel in einem Krankenhaus aushelfen.



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