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6.12.2019

Das Internet

Computer sind miteinander verbunden

Die meisten Computer arbeiten nicht nur allein.
Die meisten Computer sind mit anderen Computern verbunden.
Wenn Computer miteinander verbunden sind, heißt das Netzwerk.

Computer können mit Kabeln oder mit Funkwellen über die Luft
miteinander verbunden sein.
Wenn Computer mit Funkwellen miteinander verbunden sind,
nennt man das WLAN.
WLAN ist die Abkürzung für "Wireless Local Area Network".
Das ist Englisch und heißt auf Deutsch "drahtloses lokales Netzwerk".
Menschen haben Computer und alles was damit zusammenhängt erfunden.
Sie bestimmen auch, wie Computer in Netzwerken arbeiten.

(© bpb)


Es gibt viele kleine Netzwerke,
in denen Computer miteinander verbunden sind.
Das erklären wir am Beispiel der Computer von Thomas und Esra.

Die Computer in Thomas’ Haus
sind miteinander zu einem kleinen Netzwerk verbunden.
Auch die Computer in Esras Haus
sind zu einem Netzwerk verbunden.
Es gibt viele kleine Netzwerke in vielen Häusern.
Thomas und Esra haben verschiedene Internetanbieter.
Auch die Computer von Esras und Thomas Internetanbietern
sind miteinander verbunden.
Diese Computer bilden größere Netzwerke.
Die Netzwerke aller Internetanbieter auf der Welt
sind miteinander verbunden.

(© bpb)


Computer tauschen sich aus

Alle kleinen und großen Netzwerke zusammen bilden ein riesiges Netzwerk:
Das Internet.


Über das Internet sind alle Computer
in Netzwerken miteinander verbunden.
Computer tauschen sich zum Beispiel miteinander aus,
wenn Sie mit Ihrem Smartphone Bilder oder Texte
an Ihre Freunde und Freundinnen schicken.
Die Bilder und Texte kommen sofort an.
Auch wenn Sie im Internet auf der Webseite des Paketdienstes
nach Ihrem Postpaket suchen,
tauscht sich Ihr Computer mit anderen Computern aus.
Die Computer nutzen dabei die Sprache der Computer .

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Sprache der Computer

Computer tauschen sich miteinander in einer bestimmten Sprache aus.
Die Sprache der Computer nennt man Binärcode.
Die Sprache der Computer hat nur zwei Zeichen,
nämlich die Zeichen 0 und 1.
Der Computer wandelt zum Beispiel Bilder und Texte in viele Nullen und Einsen um.
Diese können nun zwischen Computern hin und her geschickt werden.

Wie Computer sich austauschen
erklären wir mit der Geschichte von Thomas und Esra.


(© bpb)





Esra will das Bild einer Katze an Thomas schicken.
Dazu wandelt ihr Computer das Bild
in ein Paket aus vielen Nullen und Einsen um.
Das Paket aus Nullen und Einsen
wird dann über die Netzwerke
von einem zum anderen Computer geschickt.

(© bpb)

Dazu braucht man bestimmte Geräte: Die Router.
Router sorgen dafür, dass die Pakete im Internet
den richtigen Weg über die vielen Netzwerke finden.
Alle Netzwerke haben Router.
Auch die Netzwerke bei Esra und Thomas zu Hause
und die größeren Netzwerke
der Internetanbieter
haben Router.

(© bpb)


Die Computer von Thomas und Esra
haben eine Adresse im Internet.
So ähnlich wie eine Hausnummer
oder eine Postleitzahl
Diese heißt IP-Adresse.

(© bpb)



Das Bild wird nun in viele kleine Pakete aufgeteilt.
Jedes Paket kennt die Adresse
von Thomas' Computer.
Das Paket wird von einem zum anderen Router geschickt.
So lange, bis alle Pakete bei dem Computer von Thomas angekommen sind.
Dann werden die Pakete im Computer wieder
zusammengesetzt und Thomas kann
das Bild der Katze
auf seinem Computer sehen.

Brief (© bpb)



Ungefähr so, wie ein Brief:
Dieser wird zuerst in einen Briefkasten
an der Straße geworfen.
Dann wird der Brief zu einem Postamt transportiert.
Von dort wird der Brief zu einem Postzentrum
und dann wieder zu einem anderen Postamt transportiert.
Und irgendwann landet der Brief bei Ihnen im Briefkasten vor Ihrer Haustür.

Aber bei Computern kommt die Post sofort an.
Ähnlich wie Häuser haben Computer auch Nummern.

Es gibt bestimmte Computer, die Server heißen.
Server sind wichtig, wenn Computer sich austauschen.

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Server

Server übernehmen für andere Computer wichtige Aufgaben.
Zum Beispiel speichern sie Daten ab
und stellen die Daten für andere Computer zur Verfügung.
Daten bestehen aus Zeichen,
wie zum Beispiel die Nullen und Einsen der Computersprache.
Damit ein Computer weiß, ob es Zeichen für ein Bild oder einen Text sind,
braucht er noch Erklärungen zu den Daten.
Beides ist auf den Servern gespeichert.
So wissen Computer, ob es Daten über Textdateien, Filme, Musik,
eine Webseite oder etwas anderes ist.
Auf Servern sind Daten gespeichert, die Sie im Internet finden.
Zum Beispiel ist die Musik von einem Musikdienst
auf einem Server gespeichert.


Wozu können Sie das Internet nutzen?

Sie können das Internet für viele unterschiedliche Dinge nutzen.

(© bpb)



Sie können im Internet nach Informationen suchen.
Bei Wikipedia können Sie sich zum Beispiel
über eine Stadt
oder eine Pflanze informieren.

(© bpb)



Sie können Artikel einer Zeitung
oder Bücher im Internet lesen.
Viele Zeitungen, die es gedruckt gibt,
haben auch Artikel im Internet.

(© bpb)



Sie können Radio und Musik hören,
oder Filme ansehen.

(© bpb)




Sie können über das Internet mit anderen Personen
in Kontakt bleiben und Nachrichten verschicken
oder telefonieren.

(© bpb)



Sie können im Internet Kleidung
oder andere Dinge kaufen.

(© bpb)



Sie können auch ein Hotel für Ihren Urlaub suchen
und Tickets für den Zug oder das Flugzeug buchen.

Wetter (© bpb)


Sie können sich im Internet informieren,
wie das Wetter wird.

(© bpb)



Sie können mit dem Smartphone
Geräte im Haushalt steuern.

Und auch andere Dinge funktionieren, weil es das Internet gibt.
Vieles davon erklären wir in den nächsten Kapiteln.

Was ist das World Wide Web?

Wir haben schon erklärt, was das Internet ist:
Ein Netzwerk von Computern.
Und wir haben erklärt, wie Sie das Internet nutzen können
und was alles zum Internet gehört.

Ein Teil des Internets sind Webseiten. zum Beispiel das Bürgeramt.
Bürger und Bürgerinnen können in vielen Städten
im Internet einen Termin für das Bürgeramt buchen.

Alle Webseiten auf der Welt zusammen sind das World Wide Web.
Das ist Englisch und bedeutet auf Deutsch "weltweites Netz".


Eine Abkürzung für das World Wide Web ist www.
Im World Wide Web können Sie auf Webseiten
etwas lesen oder sich Bilder anschauen.
Das Wechseln von Webseite zu Webseite nennt man Surfen im Internet.

Sie können eine Webseite öffnen,
indem sie auf einen Link klicken.
Eine Textzeile oder Wörter auf einer Webseite können ein Link sein.
Auch ein Bild kann ein Link sein.
Der Link führt zu einer anderen Webseite
oder zu einem anderem Thema auf der gleichen Webseite.

Wenn man darauf klickt, weiß der Browser,
was er als nächstes anzeigen soll.
Der Browser ist das Programm,
mit dem Sie sich Webseiten ansehen können.
Diese Programme haben Funktionen,
die beim Surfen im Internet helfen.
Man kann sich zum Beispiel mit Pfeilen vor und zurück bewegen.
Dann werden die Webseiten angezeigt, die Sie schon besucht haben.
Sie können auch Lesezeichen setzen
und dann schnell auf Webseiten geleitet werden,
die Sie sich oft anschauen.

(© bpb)




Das Internet der Dinge

Computer sind in sehr vielen Geräten eingebaut.
Immer mehr von diesen Geräten
können sich auch mit dem Internet verbinden.
Immer mehr Geräte können sich so untereinander austauschen.

Internet der Dinge (© bpb)


Immer mehr Gegenstände aus unserem Alltag
und auf der Arbeit sind also miteinander über das Internet verbunden.
Die Gegenstände tauschen sich miteinander aus.

Das nennt man Internet der Dinge.
Manche finden, das Internet der Dinge sorgt dafür,
dass Menschen mehr Zeit haben.
Menschen brauchen sich zum Beispiel nicht mehr darum kümmern,
dass die Heizung richtig eingestellt ist.
So können Energiekosten gespart werden.
Manche fürchten, dass die Daten nicht sicher genug sind.

Sie befürchten, dass immer mehr Menschen und Firmen
Zugriff auf die Daten bekommen.
Manche haben zum Beispiel Sorge,
dass Daten eines Fitnessarmbands auch
von den Krankenversicherungen gelesen werden kann.
Sie kann kann die Daten dann für ihre Zwecke nutzen.
Die Krankenversicherung weiß dann,
ob ein bestimmter Mensch viel oder wenig Sport macht.
Die Krankenversicherung könnte dann von Menschen,
die wenig Sport machen, mehr Geld verlangen.
Diese Menschen werden dann benachteiligt.

Viele Menschen befürchten auch, dass Menschen die Daten lesen könnten,
die diese privaten Informationen nichts angehen.
Einbrecher könnten zum Beispiel herausfinden,
wann jemand schläft, aufwacht oder nicht zu Hause ist.
Zu den Zeiten könnten sie dann in das Haus einbrechen.

zum nächsten Kapitel

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