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Streik und Gewerkschaft

Der Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst verschärft sich. Die Gewerkschaft ver.di hat am Montag ihren Arbeitskampf auf acht Bundesländer ausgeweitet. Der erste Streik im öffentlichen Dienst seit 14 Jahren wendet sich gegen längere Arbeitszeiten.

Anlass ist die geplante Erhöhung der Wochenarbeitszeit in westdeutschen Kommunen von 38,5 auf 40 Stunden – ohne Lohnausgleich. Die Gewerkschaft ver.di sieht dadurch mehr als 250.000 Arbeitsplätze gefährdet.

Bereits in der vergangenen Woche wurden Kommunen in Baden-Württemberg und einige Ländereinrichtungen im Saarland bestreikt. Allein am Montag legten nach Angaben der Gewerkschaft 22.000 Bedienstete in Ländern und Kommunen die Arbeit nieder, die meisten davon in Baden-Württemberg, Niedersachsen und Hamburg. Betroffen waren vor allem Straßenmeistereien, Kindertagesstätten und die Müllabfuhr. Im Lauf der Woche sollen sich nach Angaben der Gewerkschaftsführung bis zu 40.000 Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes am Arbeitskampf beteiligen.


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