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27.2.2020

Der Arbeitsbegriff im Wandel der Zeiten

Arbeit ist ein zentraler Begriff der Menschheit, der sich im Laufe der Geschichte grundlegend gewandelt hat. Um kaum einen Begriff ranken sich so viele kontroverse Theorien, Diskussionen, Welt- und Leitbilder. Im Folgenden soll kursorisch dargestellt werden, wie sich der "Arbeitsbegriff" gewandelt hat.

Jahrhundertelang wurde mit Arbeit Mühsal und Qual assoziiert, Feldarbeit ist auch heute noch mühsam. (© AP)


Im antiken Griechenland war der Arbeitsbegriff negativ besetzt. Homer besang den Müßiggang des altgriechischen Adels als erstrebenswertes Ziel und betrachtete körperliche Arbeit nur als den Frauen, Sklaven und Knechten gemäße Tätigkeit. Aristoteles spitzte die Auffassung zu, indem er Arbeit in Gegensatz zur Freiheit setzte. Frei sei ein Mann nur, wenn „er nicht unter dem Zwang eines anderen lebt“. Jede Arbeit brächte aber solchen Zwang mit sich. Für Xenophon war Arbeit eine „banausische“ Tätigkeit, die unfähig macht für den Kriegsdienst und nicht die Muße gewährt, die für anspruchsvolle Tätigkeiten, die Pflege sozialer Beziehungen und die Mitwirkung im Gemeinwesen erforderlich sei. Positive Würdigungen finden sich nur selten, etwa in der Aufforderung Hesiods, in der kargen bäuerlichen Lebenswelt Böotiens die eigene Existenz durch harte Arbeit zu sichern oder die Formulierung des Perikles, dass in Athen Armut keine Schande sei, wenn man sie nur durch eigene Arbeit zu überwinden trachte. Auch die Römer übernahmen im Wesentlichen die griechische Missachtung der Arbeit. So heißt es bei Cicero: „Alle Handwerker befassen sich mit einer schmutzigen Tätigkeit; denn eine Werkstatt kann nichts Edles an sich haben.“ Nur vorübergehend vermochte sich in der Zeit der römischen Republik eine etwas positivere Bewertung der Landarbeit zum Beispiel in Catos „De agricultura“ durchzusetzen. Die schöpferische Gestaltung stand dabei im Vordergrund der neuen Bewertung.

Im Christentum wurde dann nicht nur die unterschiedliche Wertschätzung von Kopf- und Handarbeit eingeebnet. Beide Tätigkeiten sind jetzt auch positiv belegt. Jesus und seine Jünger waren schließlich Handwerker und Fischer, bevor sie zu predigen begannen. Kennzeichnend für die christliche Aufforderung zur Arbeit ist der bekannte Satz des Paulus: „Wer nicht arbeiten will, soll auch nicht essen.“ Mit der christlichen Hochschätzung körperlicher Arbeit wird ein fundamentales Kriterium sozialer Differenzierung und Diffamierung in der griechisch-römischen Welt niedergerissen. Zugleich wurde Handarbeit aber auch in diesen Zeiten als Plackerei und Mühsal wahrgenommen, ein Doppelcharakter, der sich heute noch in den Sprachwurzeln von „arbeiten“ (sich plagen, quälen), „labour“ (sich abmühen) gegenüber „work“ bzw. „werken“ (kreatives Schaffen) wiederfindet. Dieselben Wurzeln hat im Übrigen auch das französische Wort für Arbeit (travail). Es kommt vom lateinischen „tripalium“ (tripalare=quälen), was sowohl eine Vorrichtung zum Beschlagen von wilden Pferden wie auch ein Folterwerkzeug meinte. Auch das Äquivalent für „Arbeit“ im Griechischen („ponos“=Mühe, Qual, Leid) hat dieselbe negative Bedeutung.

Im 11./12. Jahrhundert vollzieht sich in Europa die Durchsetzung einer arbeitsteiligen Gesellschaft. Die gesamte Gesellschaft wird im Sinne einer funktionalen Kooperation von drei Ständen gedeutet, nämlich von Klerikern, Rittern und Arbeitenden: die einen beten, die anderen kämpfen, wieder andere arbeiten. Der Stand derer, die arbeiten, ist dabei zunächst durch die Arbeit der Bauern definiert; doch treten bald andere hinzu, Kaufleute und städtische Handwerker, schließlich sogar Professoren und die Intellektuellen an den neuen Universitäten. Die positive Deutung der Arbeit erhöhte sich in den folgenden Jahrhunderten noch. Es setzte eine Kategorienbildung ein, zwischen Menschen, die arbeiten, von jenen, die zwar arbeitswillig, aber nicht arbeitsfähig waren und jenen, die als arbeitsfähig galten, denen aber ein Mangel an Arbeitswilligkeit unterstellt wurde.


Otto Gerhard Oexle

Am Beispiel der spätmittelalterlichen Stadt London hat der Berliner Mittelalterhistoriker Frank Rexroth diesen Prozess jüngst eindrucksvoll beschrieben. Rexroth zeigt, wie im spätmittelalterlichen London – unter dem Eindruck der äußeren Bedrohung des Hundertjährigen Krieges mit Frankreich sowie der großen Pest seit der Mitte des 14. Jahrhunderts, die Arbeitskräftemangel zur Folge hatte – eine Imagination in Gang gesetzt wird, die auf der Vorstellung der Existenz eines spezifischen sozialen Milieus beruht, das Rexroth treffend als das "Milieu der Nacht" bezeichnet hat. Es ist ein Milieu so genannter "arbeitsscheuer Elemente", von denen man sich vorstellte, dass sie in der nächtlichen Großstadt ihr Unwesen trieben: Bettler, Diebe, Verbrecher, Prostituierte und Zuhälter. Die Imagination dieses "Milieus der Nacht" hatte vielfältige Folgen: Die Stigmatisierung und häufig auch die Ausgrenzung bestimmter städtischer Bevölkerungsschichten, die Ausbildung neuer sozialer Praktiken zu ihrer Kontrolle und Disziplinierung und schließlich einen Schub der Ausformung spezifischer Institutionen, die die Kontrolle dieses Milieus sicherstellen sollte. Zu diesem Schub neuer Institutionen gehörte übrigens auch die vermehrte Stiftung von Einrichtungen der Armenfürsorge, zum Beispiel von Armenhäusern.

Im Zeitalter der Reformation und noch stärker im 17. und 18. Jahrhundert wurde Arbeit schließlich als Legitimation von Eigentum und Quelle von Reichtum aufgewertet. Martin Luther berief sich in seiner Schrift „An den christlichen Adel deutscher Nation“ (1520) ausdrücklich auf den Paulus-Satz, dass wer nicht arbeiten wolle, auch nicht essen soll. Müßiggang erklärt Luther zur Sünde: „Müßiggang ist Sünde wider Gottes Gebot, der hier Arbeit befohlen hat. Zum anderen sündigst du gegen deinen Nächsten.“

In der Philosophie der Aufklärung setzten sich Unterscheidungen von „Kunst“ und „Arbeit“ sowie „geistiger Arbeit“ und „körperlicher Arbeit“ durch. Arbeit galt jetzt als allgemeine Bürgertugend, sie konnte aber vereinzelt auch ein gegen den adligen Müßiggang gerichtetes, kritisches Moment enthalten. Bei Thomas Hobbes (1588–1679) wird die Arbeit zum ersten Mal als Quelle des gesellschaftlichen Reichtums hervorgehoben. Vorher galt Armut wie auch Reichtum als ein Umstand göttlicher Fügung. Adam Smith fügte eine Unterscheidung von „produktiver Arbeit“ und „unproduktiver Arbeit“ hinzu. Zur unproduktiven Arbeit zählt Smith praktisch alle Tätigkeiten und Handlungen, die in der politischen Theorie seit Aristoteles großes Ansehen genossen: Handhabung politischer Ämter, Dienst für die Justiz, Militär und Religion. Aber auch Schauspieler, Opernsänger, Possenreißer, Musiker, Tänzer etc. zählt er dazu.

Bei Karl Marx nahm der Arbeitsbegriff schon in den Frühschriften eine Schlüsselposition ein. Arbeit macht für Marx das Wesen des Menschen aus. Dies inspirierte den Schwiegersohn von Karl Marx, den französischen Sozialisten Paul Lafargue zur berühmt gewordenen Streitschrift „Das Recht auf Faulheit“.

Paul Lafargue

Mit den berühmten Eingangssätzen, die sich an der Diktion des Kommunistischen Manifestes orientierten: "Eine seltsame Sucht beherrscht die Arbeiterklasse aller Länder, in denen die kapitalistische Zivilisation herrscht, eine Sucht, die das in der modernen Gesellschaft herrschende Einzel- und Massenelend zur Folge hat. Es ist die Liebe zur Arbeit, die rasende, bis zur Erschöpfung der Individuen gehende Arbeitssucht."

Später unterteilte Marx die Arbeit in die konkrete, auf die Produktion eines bestimmten Produktes gerichtete (die es in allen Gesellschaften gibt), und die abstrakte Verausgabung von Arbeitskraft im Kapitalismus, ungeachtet ihres Gebrauchswertes. Die Arbeit im Kapitalismus trägt nach Marx immer einen entfremdeten Charakter und das nicht nur deswegen, weil die Arbeitenden keinen Einfluss auf den Charakter und die Ziele ihrer Arbeit hatten und die Produkte und Mittel der Arbeit ihnen nicht gehörten, sondern eben auch aufgrund der Arbeitsteilung, die dem Einzelnen den Blick auf das Ganze entzieht. Ziel der Arbeiterklasse sollte es daher sein, diesen Doppelcharakter der Arbeit und damit deren Entfremdung zu beseitigen.

Der Prozess der Dekommodifizierung sorgt außerdem für ein verändertes Verständnis von Arbeitskraft als Grundlage für die Sicherung des Lebensunterhaltes. Zunehmend sicherte der aufkommende Wohlfahrtsstaat, beginnend mit den Bismarckschen Sozialreformen, auch unabhängig vom Einsatz der eigenen Arbeitskraft den Lebensunterhalt. Diese Entwicklung entstand als Gegenentwurf zur Kommodifizierung, die während der Zeit der Industrialisierung zur zunehmenden Unterordnung der Arbeitskraft unter die Anforderungen des Marktes führte.

Im Nationalsozialismus wurde der Arbeitsbegriff stark ideologisiert. Arbeit war ein zentraler Bezugspunkt in der nationalsozialistischen Volksgemeinschaft. Bezeichnend waren militante Wortschöpfungen wie „Arbeitsfront“, „Arbeitsschlacht“ sowie die Wiedereinführung und Umdeutung des 1. Mai zum Feiertag der nationalen Arbeit. Völlig pervertiert wurde der Arbeitsbegriff mit dem Eingangsspruch der Konzentrationslager „Arbeit macht frei“.

UN-Menschenrechtskonvention

"Jeder Mensch hat das Recht auf Arbeit, auf freie Berufswahl, auf angemessene und befriedigende Arbeitsbedingungen sowie auf Schutz gegen Arbeitslosigkeit."

Auch in den sozialistischen Staaten gab es eine Verherrlichung des Arbeitsethos, so wurde in der DDR seit 1950 der Titel eines „Held der Arbeit“ vergeben. Die Verfassung der DDR kannte nicht nur ein Recht auf Arbeit, sondern auch eine Arbeitspflicht nach Art. 24,2: „Das Recht auf Arbeit und die Pflicht zur Arbeit bilden eine Einheit.“ Die Arbeitspflicht wurde z.B. in Form eines „Dienstes für Deutschland“ 1952/1953 als Jugendarbeitsdienst umgesetzt, oder sie konnte darin bestehen, dass Arbeitnehmer bis zu sechs Monate verpflichtet wurden, in einem anderen Betrieb am gleichen Ort zu arbeiten.

Grundgesetz

"Alle Deutschen haben das Recht, Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildungsstätte frei zu wählen"

Ende der 1950er Jahre beschrieb Hannah Arendt die „Aussicht auf eine Arbeitsgesellschaft, der die Arbeit ausgegangen ist, also die einzige Tätigkeit, auf die sie sich noch versteht". Die These „von der Arbeitsgesellschaft, der die Arbeit ausgeht“ wurde im Zuge der Wirtschaftskrisen Mitte und Ende der siebziger Jahre mit der verbundenen Zunahme der Arbeitslosigkeit sehr populär. So hat sich 1982 ein ganzer Soziologentag mit der „Krise der Arbeitsgesellschaft?“ befasst. Die These vom Ende der Arbeitsgesellschaft erlebt immer wieder eine neue Renaissance, so z.B. durch die viel beachtete Aussage von Jeremy Rifkin oder auch von Ulrich Beck, dass „der Kapitalismus auf Dauer die Arbeit abschaffen wird“.

Ab den 1980er Jahren wird eine Ausweitung des Arbeitsbegriffes diskutiert, angestoßen u.a. von Bahrdt, der die enge Sichtweise der Arbeitssoziologie in Frage stellt. Trotz Marx‘ weit gefasstem, philosophischen Verständnis des Arbeitsbegriffes beschreibt dieser bis dahin vordergründig nur eine enge Auswahl an Arbeitsbereichen im primären (z.B. Landwirtschaft) und sekundären (z.B. Industrie) Sektor.

Auch die feministische Bewegung stellt zunehmend Forderungen, Leistungen der Frauen innerhalb der Familie und des Haushalts als dem Arbeitsbegriff zugehörig anzuerkennen. Hierunter fallen z.B. Fürsorge und Pflege Angehöriger, wie älterer Menschen und Kinder, aber auch Unterstützung innerhalb des eigenen sozialen Netzwerkes. Durch den Wandel in der Geschlechterordnung kommt es erst langsam dazu, dass vermehrt auch Männer diese Tätigkeiten ausführen (weitere Informationen finden Sie auf der Themenseite „Care-Arbeit“).

Ab Mitte der 1980er Jahre entsteht, auch unter dem Eindruck der zunehmenden Tertiärisierung, also der Entwicklung zu einer Dienstleistungsgesellschaft mit gleichzeitiger Abnahme der Beschäftigungszahlen im primären und sekundären Sektor, ein fortschreitender Wandel des Verständnisses von Arbeit. Die zunehmende Digitalisierung, die neben Veränderungen im Bereich der Arbeit auch alle anderen Lebensbereiche tangiert, zeigt durch synonym verwendete Begrifflichkeiten wie Industrie 4.0, Wirtschaft 4.0 und Arbeit 4.0 ihre weitreichenden Konsequenzen für unser heutiges Verständnis von Arbeit.

Die zunehmende Verwendung moderner und mobiler Informations- und Kommunikationstechnik am Arbeitsplatz führen sowohl zu einer Flexibilisierung von Arbeitsort und -zeit als auch zum Verschwimmen der Lebensbereiche Arbeit und Freizeit. Eine Befragung des Digitalverbandes Deutschland Bitkom 2012 ergab, dass fast die Hälfte der Erwerbstätigen zumindest gelegentlich von zu Hause aus, im sogenannten Home-Office, arbeitet. Die schwindende Abgrenzung von Arbeit und Freizeit und die moderne Kommunikationstechnik führen dazu, dass sich die Erreichbarkeit der Arbeitnehmenden auch über die reguläre Arbeitszeit hinaus erstrecken kann und teils auch von Unternehmen eingefordert wird. Diese Entwicklungen stellen beide Seiten vor neue Herausforderungen und beeinflussen auch das heutige Verständnis des Arbeitsbegriffes.

Zum Weiterlesen

Arendt, H. (2007): Vita activa oder Vom tätigen Leben; München/Zürich, 5. Aufl.

BITKOM Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e. V (2013): Arbeit 3.0. Arbeiten in der digitalen Welt.

Böhle, F. / Voß, G. G. / Wachtler, G. (Hrsg.) (2010): Handbuch Arbeitssoziologie; Wiesbaden, 1. Auflage

Conze, W. (1972): Arbeit. In: Brunner, O. / Conze, W. / Koselleck, R. (Hrsg.): Geschichtliche Grundbegriffe. Historisches Lexikon zur politisch-sozialen Sprache in Deutschland; Stuttgart, Band 1, S. 154-215.

Kocka, J. / Offe, C. (Hrsg.) (2000): Geschichte und Zukunft der Arbeit; Frankfurt/New York.

Lafargue, P. (o.J.): Das Recht auf Faulheit u.a. ausgewählte Texte; Wien/Berlin, S. 5-80.

Oschmiansky, F. / Schmid, G. / Kull, S. (2003): Faule Arbeitslose? Politische Konjunkturen und Strukturprobleme der Missbrauchsdebatte. In: Leviathan 1, S. 3-31.

Rifkin, J. (1996): Das Ende der Arbeit und ihre Zukunft. Frankfurt am Main 1996.

Stübinger, E. (2019): Die Digitalisierung der Arbeitswelt als wirtschafts- und sozialethische Herausforderung. Zeitschrift für Wirtschafts- und Unternehmensethik 20/2 2019. S. 203-230.

Walther, R. (1990): Arbeit - Ein begriffsgeschichtlicher Überblick von Aristoteles bis Ricardo. In: Leviathan SH 11; S. 3-25.
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Julia Berthold, Frank Oschmiansky

Julia Berthold

Julia Berthold ist Studentin der Rehabilitationspädagogik an der Humboldt-Universität zu Berlin und studentische Mitarbeiterin beim ZEP – Zentrum für Evaluation und Politikberatung. Sie beschäftigt sich vorrangig mit Fragen der Inklusion in arbeitsmarktlichen Zusammenhängen.


Oschmiansky.jpg Zur Person

Frank Oschmiansky

Frank Oschmiansky ist Diplom Politologe und Partner in der Partnerschaftsgesellschaft ZEP – Zentrum für Evaluation und Politikberatung. Seine Forschungsschwerpunkte sind Implementation und Evaluation der Arbeitsmarktpolitik; Geschichte der Arbeitsmarktpolitik; atypische Beschäftigungen; Entwicklung der Sozialpolitik und Übergangssystem Schule-Beruf.


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