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16.12.2013

Die Maßnahmen des GKV-Versorgungsstrukturgesetzes

Das 2012 in Kraft getretene GKV-Versorgungsstrukturgesetz will auf problematische Entwicklungen eine Antwort geben. Das Vorgehen lässt sich in verschiedene Gruppen unterteilen.

Installation mit dem Schriftzug "Landflucht" im Rahmen einer Kunstaktion in Mecklenburg-Vorpommern. (© picture alliance / ZB)


Das 2012 in Kraft getretene GKV-Versorgungsstrukturgesetz (GKV-VSTG) versucht, auf diese Entwicklungen eine Antwort zu geben. Im Einzelnen verfolgt es folgende Ziele: Das GKV-Versorgungsstrukturgesetz beinhaltet eine Vielzahl von Maßnahmen, die an sehr unterschiedlichen Punkten ansetzen. Die zur Beseitigung der Probleme ergriffenen Maßnahmen lassen sich in folgende Gruppen unterteilen:

Reform der Bedarfsplanung

Die Bedarfsplanung soll durch folgende Maßnahmen flexibilisiert werden:

Ermöglichung neuer Versorgungskonzepte

Spielräume für neue Versorgungskonzepte, mit denen Ärzte entlastet werden und damit mehr Patienten versorgt werden können, werden erweitert:

Zulassung neuer Träger zur vertragsärztlichen Versorgung

Erstmals ist es grundsätzlich möglich, dass auch andere Träger als niedergelassene Ärzte Versorgungseinrichtungen betreiben. Wenn in einem Zulassungsbezirk Unterversorgung festgestellt ist und diese auf anderem Wege nicht beseitigt werden kann,

Modifikation von Zulassungsbestimmungen

Um Anreize zu schaffen, auch in strukturschwachen oder sozial benachteiligten Gebieten tätig zu werden, sollen solche Ärzte bei der Entscheidung über die Zulassung bevorzugt behandelt werden, die: Daneben gilt eine Reihe weiterer Bestimmungen:

Finanzielle Anreize

Des Weiteren sollen finanzielle Anreize die Bereitschaft zur Niederlassung in unterversorgten oder von Unterversorgung bedrohten Regionen erhöhen:

Verbesserung der Work-Life-Balance

Schließlich sollen einige Maßnahmen dazu beitragen, die Work-Life-Balance für Ärzte zu verbessern. Auf diese Weise soll ihnen eine Entscheidung für die Niederlassung in strukturschwachen Regionen erleichtert werden:
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Dieser Text ist unter der Creative Commons Lizenz "CC BY-NC-ND 3.0 DE - Namensnennung - Nicht-kommerziell - Keine Bearbeitung 3.0 Deutschland" veröffentlicht. Autor/-in: Thomas Gerlinger für bpb.de

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Thomas Gerlinger

Thomas Gerlinger

Prof. Dr. Dr. Thomas Gerlinger ist Professor an der AG 1: Gesundheitssysteme, Gesundheitspolitik und Gesundheitssoziologie an der Fakultät für Gesundheitswissenschaften Universität Bielefeld


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