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1.3.2012

Die wichtigsten Akteure im deutschen Gesundheitswesen. Teil 3: Institutionen und Interessenvertretungen

Neben den staatlichen Akteuren und den Verbänden der gemeinsamen Selbstverwaltung gibt es eine große Zahl von weiteren wichtigen Organisationen im Gesundheitswesen. Dazu gehören die Kammern der freien Berufe, Institutionen wie der Medizinische Dienst der Krankenversicherung sowie viele Interessenvertretungen.

Die Bundesärztekammer (BÄK) ist ein freiwilliger Zusammenschluss der Landesärztekammern. (© picture-alliance/dpa)


Kammern, Verbände und nachgeordnete Institutionen

Die wichtigsten Akteure des deutschen Gesundheitswesens auf staatlicher Ebene sowie in der gemeinsamen Selbstverwaltung werden in jeweils einem Lernobjekt vorgestellt. Neben diesen beiden Akteursgruppen mit ganz oder teilweise gesetzlich geregelten Aufgaben gibt es noch eine große Zahl von weiteren "Mitspielern" im Gesundheitswesen, die in diesem Lernobjekt vorgestellt werden.

Zum einen werden Institutionen vorgestellt, die nicht unmittelbar Teil der gemeinsamen Selbstverwaltung im Gesundheitswesen sind, aber in enger Beziehung zu den dortigen Akteuren stehen und ebenfalls öffentliche Aufgaben erfüllen, die teilweise gesetzlich geregelt sind:

Die Ärztekammern und die Bundesärztekammer, das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) sowie der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK). Als eine weitere Vertretung eines Heilberufes wird die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) vorgestellt.

Ferner werden einige wichtige Interessenvertretungen aufgeführt: Die Berufs- und Interessenverbände der Ärzteschaft, der Verband der Privaten Krankenversicherung und die Verbände der Arzneimittelhersteller.

Ärztekammern

Die Ärztekammern sind die Berufsvertretungen aller approbierten Ärztinnen und Ärzte und unterliegen der jeweiligen Landesgesetzgebung.

Außer in Nordrhein-Westfalen, wo es zwei Kammern gibt, existiert in jedem Bundesland eine Landesärztekammer. Mitglied der Kammer müssen alle Ärztinnen und Ärzte sein, die in dem betreffenden Land ihren Beruf ausüben – also keineswegs nur die Vertragsärztinnen und -ärzte, sondern auch die in Krankenhäusern, Gesundheitsämtern oder sonstigen Einrichtungen tätigen Ärztinnen und Ärzte. Ende 2010 waren 439.090 Ärztinnen und Ärzte bei der Bundesärztekammer (BÄK) gemeldet (Bundesärztekammer 2010).

Auch für die Psychotherapeutinnen und -therapeuten wurden inzwischen Landespsychotherapeutenkammern sowie eine Bundespsychotherapeutenkammer gebildet, die analoge Aufgaben und Strukturen wie die Ärztekammern haben.

Die Ärztekammern sind selbstverwaltete Körperschaften des öffentlichen Rechts. Die Rechtsaufsicht übt das zuständige Landesministerium aus. Oberstes Entscheidungsgremium ist die von den Kammermitgliedern gewählte Delegierten- oder Kammerversammlung. Die Geschäfte führt der Vorstand, an dessen Spitze eine Präsidentin/ein Präsident und eine Vizepräsidentin/ein Vizepräsident stehen.

Die Ärztekammern haben die Aufgabe, die ärztliche Berufsausübung zu regeln. Zu ihren wichtigsten Aufgaben gehört es: Ferner nehmen die Ärztekammern, so wie die vergleichbaren Einrichtungen anderer freier Berufe, Aufgaben der Daseinsfürsorge für ihre Mitglieder wahr (Altersversorgungssysteme, Absicherung bei Berufsunfähigkeit usw.).

Ähnliche Strukturen wie bei den Ärztekammern finden sich auch bei den Zahnärzte- und Apothekerkammern.

Die Bundesärztekammer (BÄK)

Die Bundesärztekammer (BÄK) ist ein freiwilliger Zusammenschluss der Landesärztekammern. Sie ist keine Körperschaft des öffentlichen Rechts.

Wichtigstes Organ der BÄK ist die jährlich einmal tagende Hauptversammlung, der 250 Delegierte aus den einzelnen Ärztekammern angehören und die auch als "Deutscher Ärztetag" bezeichnet wird. Die Hauptversammlung wählt den Vorstand, den eine Präsidentin/ein Präsident und zwei Vizepräsidentinnen/Vizepräsidenten leiten.

Nach ihrer Satzung nimmt die Bundesärztekammer unter anderem folgende Aufgaben wahr: Darüber hinaus nimmt die BÄK auf Bundesebene Funktionen wahr, die die Landesärztekammern in ihren jeweiligen Regionen ausüben (zum Beispiel Förderung der ärztlichen Fortbildung und in der Qualitätssicherung).Der BÄK angegliedert sind eine Reihe von weiteren Institutionen. Beispielhaft sei auf die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) verwiesen: Die AkdÄ informiert die Ärztinnen und Ärzte über eine vernünftige Arzneimitteltherapie sowie insbesondere über Fragen der Arzneimittelsicherheit. Jede Ärztin/jeder Arzt, die/der bei den eigenen Patientinnen und Patienten eine unerwünschte Arzneimittelwirkung feststellt, ist laut Berufsordnung verpflichtet, dies der AkdÄ mitzuteilen, die bei Bedarf ihrerseits im Zusammenwirken mit dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) weitere Maßnahmen veranlasst (vgl. Lernobjekt "Staatliche Akteure").

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Verwandte Lerntour:


Ferner gibt es gemeinsame Einrichtungen von Bundesärztekammer und Kassenärztlicher Bundesvereinigung, wie beispielsweise das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ), das unter anderem an der Entwicklung von Behandlungsleitlinien für einzelne Krankheitsbilder mitwirkt und auch Informationsangebote für Patientinnen und Patienten bereithält.

Ärztliche Interessenvertretungen und Berufsverbände sowie wissenschaftliche Fachgesellschaften

Pressekonferenz des Marburger Bundes 2005. (© picture-alliance/AP)

Darüber hinaus existiert eine Vielzahl von ärztlichen Verbänden und Interessenvertretungen, denen keine gesetzlich definierten Funktionen im Sinne der korporatistischen Steuerung des Gesundheitswesens zukommen. Diese Verbände und Vereinigungen dienen der Interessenvertretung der Ärztinnen und Ärzte beziehungsweise spezifischer Unter- und Fachgruppen der Ärzteschaft. Man unterscheidet zumeist zwischen den "freien ärztlichen Verbänden" und den Berufsverbänden.

Die drei größten freien Verbände sind:

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Tipp

Eine Vielzahl von Berufsverbänden

Die Zahl der Berufsverbände ist ausgesprochen groß. Einzelheiten sind über die Gemeinschaft Hausärztlicher Berufsverbände beziehungsweise die Gemeinschaft Fachärztlicher Berufsverbände (GFB) zu erfahren. In der rechten Randspalte unter "Akteure und Interessenverbände" finden Sie Linkverweise zu den Homepages dieser Verbände.
Von den Berufsverbänden und Interessenvertretungen der Ärztinnen und Ärzte streng zu unterscheiden sind die wissenschaftlichen Fachgesellschaften, die in der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e. V. (AWMF) zusammengeschlossen sind. Die Fachgesellschaften beziehungsweise die AWMF spielen für die gesundheitliche Versorgung eine wachsende Rolle, weil sie am Prozess der Erarbeitung von Behandlungsleitlinien teilnehmen.

Medizinischer Dienst der Krankenversicherung (MDK)

Zur Unterstützung Krankenkassen hat der Gesetzgeber den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) geschaffen (§§ 275 bis 283 SGB V), der in jedem Bundesland in Trägerschaft der Landesverbände der Krankenkassen beziehungsweise der Verbände der Ersatzkassen besteht. Der MDK ist kassenartenübergreifend konzipiert.

Der MDK erfüllt zahlreiche Begutachtungsaufgaben und erarbeitet Stellungnahmen zu Leistungsansprüchen einzelner Versicherter an die Kassen. Anlässe für Einzelfallbegutachtungen durch den MDK sind beispielweise langdauernde Arbeitsunfähigkeiten von Kassenmitgliedern, die Begutachtung der Notwendigkeit von Rehabilitationsmaßnahmen oder häuslicher Krankenpflege. Das Gesetz verpflichtet die Kassen in bestimmten Fällen, eine Stellungnahme des MDK einzuholen.

Darüber hinaus unterstützt der MDK die Kassen bei übergreifenden Fragen, die medizinischen Sachverstand erfordern (zum Beispiel Qualitätssicherung, Krankenhausplanung, Wirksamkeit neuer Behandlungsverfahren).

Auf Bundesebene ist der Medizinische Dienst der Spitzenverbände der Krankenkassen (MDS) tätig. Seine Aufgaben liegen vor allem im Bereich der Beratung der Spitzenverbände bei übergreifenden Aufgaben. Beispiele sind etwa die Weiterentwicklung des Vergütungssystems im Krankenhaus (vgl. das Lernobjekt "Stationäre Versorgung. Teil 2"), die Beurteilung von Medizinprodukten sowie die Mitwirkung an der Beurteilung neuer Behandlungsmethoden.

Die Medizinischen Dienste haben ferner wichtige Aufgaben im Bereich der gesetzlichen Pflegeversicherung. Ärztinnen und Ärzte des MDK begutachten alle Versicherten, die einen Antrag auf Leistungen der Pflegeversicherung stellen. Ferner prüft der MDK die Qualität der Pflegeeinrichtungen. Der MDS ist für grundsätzliche Fragen der Qualitätssicherung in der Pflege zuständig und führt die Daten zur Pflegequalität zusammen. Im November 2004 hat der MDS erstmals einen Bericht zur "Qualität in der ambulanten und stationären Pflege" in Deutschland vorgelegt.

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)

Ein "Kind" der Gesundheitsreform von 2003 ist das 2004 vom Gemeinsamen Bundesausschuss in Form einer Stiftung gegründete Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Das Institut soll ein fachlich unabhängiges, wissenschaftliches Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen sein.

Aufgaben des IQWiG

"1. Recherche, Darstellung und Bewertung des aktuellen medizinischen Wissensstandes zu diagnostischen und therapeutischen Verfahren bei ausgewählten Krankheiten

2. Erstellung von wissenschaftlichen Ausarbeitungen, Gutachten und Stellungnahmen zu Fragen der Qualität und Wirtschaftlichkeit der im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung erbrachten Leistungen

3. Bewertung evidenzbasierter Leitlinien für die epidemiologisch wichtigsten Krankheiten

4. Abgabe von Empfehlungen zu Disease-Management-Programmen

5. Bewertung des Nutzens von Arzneimitteln

6. Bereitstellung von für alle Bürgerinnen und Bürger verständlichen allgemeinen Informationen zur Qualität und Effizienz in der Gesundheitsversorgung"

Sozialgesetzbuch V § 139a Abs. 3

Um die Gründung dieses Instituts hat es im Zuge des Gesetzgebungsverfahrens teilweise heftige politische Auseinandersetzungen gegeben. Besonders die Arzneimittelhersteller haben sich gegen die Kompetenzen des Instituts im Bereich der Nutzenbewertung von Arzneimitteln gewehrt. Vorbild für das IQWiG ist das britische "National Institute of Clinical Excellence" (NICE), welches vergleichbare – beziehungsweise noch weiter reichende – Funktionen im staatlichen Gesundheitswesen Großbritanniens ausübt.

Da das IQWiG erst im Laufe des Jahres 2004 gegründet wurde, liegen bisher nur wenige Informationen über Arbeit und Ergebnisse des Instituts vor. Am gesetzlichen Aufgabenkatalog ist jedoch abzulesen, dass das IQWiG eine sehr wichtige Rolle für die Zukunft der Gesundheitsversorgung spielen kann.

Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA)

Die Apthekerinnen und Apotheker sind als freier Beruf zur Mitgliedschaft in einer der 17 Landesapothekerkammern verpflichtet. Vergleichbar den Ärztekammern sind sie Körperschaften des öffentlichen Rechts mit bestimmten Regelungskompetenzen, die durch Landesgesetze näher umschrieben sind.

Neben den Kammern gibt es in der Regel nach Bundesländern organisierte Apothekerverbände und -vereine, die als berufsständische Interessenvertretungen agieren.

Die jeweils 17 Landesapothekerkammern und -verbände sind in der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) zusammengeschlossen. Die ABDA ist der Spitzenverband der Apothekerinnen und Apotheker auf Bundesebene.

ABDA ist eine gesundheitspolitische Interessenvertretung sowie eine Serviceeinrichtung für die Apothekerschaft. Gesetzliche Aufgaben sind ihr nicht übertragen.

Der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV-Verband)

Der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV-Verband) ist die gemeinsame Interessenvertretung der Unternehmen der privaten Krankenversicherung (PKV). 2004 gehörten dem Verband 49 Unternehmen an, auf die nach Verbandsangaben mehr als 99 Prozent des Marktanteils der PKV entfielen. Neben den im PKV-Verband organisierten Unternehmen gibt es noch eine Reihe meist sehr kleiner und nur regional beziehungsweise in bestimmten Berufsgruppen tätigen Versicherungsvereinen.

Etwa acht Millionen Bundesbürgerinnen und -bürger haben eine private Krankenvollversicherung, das heißt, sie sind nicht Mitglied der GKV, sondern haben ihr Krankheitsrisiko mehr oder weniger vollständig bei einem privaten Versicherungsunternehmen abgesichert. Neben den Vollversicherungen bieten die PKV-Unternehmen noch verschiedene Zusatzversicherungen an, die von vielen GKV-Versicherten abgeschlossen werden. Mitte 2004 hatten etwa 15 Millionen Bürgerinnen und Bürger eine Zusatzversicherung (Verband der Privaten Krankenversicherung 2004).

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Verwandte Lerntour:

"Vorschläge zur Reform der GKV-Finanzierung"

Informationen zu den Besonderheiten der privaten Krankenversicherung in Deutschland sowie zu den Unterschieden zur GKV finden Sie in den Lernobjekten "PKV im Gesundheitssystem" und "Systemwettbewerb GKV – PKV" in der Lerntour "Vorschläge zur Reform der GKV-Finanzierung". Zur Lerntour

Der PKV-Verband engagiert sich vor allem in der Gesundheitspolitik für die Interessen der Versicherungsunternehmen. Da es sich bei der PKV um ein zur GKV paralleles Versicherungssystem handelt, gehören Fragen der Abgrenzung der Geschäftsbereiche von GKV und PKV – die Insider sprechen hier von der sogenannten "Friedensgrenze" – immer wieder zu den Hauptthemen des Verbandes.

Ein Beispiel ist die Diskussion über die Einführung einer sogenannten "Bürgerversicherung", die unter anderem eine Versicherungspflicht für alle Bundesbürgerinnen und -bürger vorsieht. Dadurch würde die PKV-Vollversicherung in ihrer bisherigen Form abgeschafft.

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Verwandte Lerntour:

Vorschläge zur Reform der GKV-Finanzierung

Informationen zur Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung, Bürgerversicherung sowie zu alternativen Reformmodellen finden Sie in der Lerntour "Vorschläge zur Reform der GKV-Finanzierung". Zur Lerntour

Der PKV-Verband stellt darüber hinaus Zahlen und Statistiken über die private Krankenversicherung zur Verfügung.

Die Verbände der Arzneimittelhersteller

Die Arzneimittelhersteller sind ein Industriezweig mit heterogenen Interessen im Gesundheitswesen. Sie lassen sich daher durch mehrere Verbände vertreten, denen unterschiedliche Firmen angehören: Der BPI war lange Zeit der gemeinsame Verband der Arzneimittelhersteller in Deutschland. Wegen zunehmender Interessengegensätze innerhalb des Verbandes verließen die sich selbst als "forschende Arzneimittelhersteller" bezeichnenden Unternehmen den BPI und gründeten den vfa.




Zusammenfassung

Die Angehörigen der freien Berufe im Gesundheitswesen (Ärztinnen und Ärzte, Apothekerinnen und Apotheker) sind Pflichtmitglieder ihrer jeweiligen Kammern. Ärzte-, Zahnärzte- und Apothekerkammern sind Körperschaften des öffentlichen Rechts, die zum Teil durch Landesgesetze geregelte Aufgaben wahrnehmen. Eine zentrale Funktion haben sie im Hinblick auf die Erstellung von Berufs- und Weiterbildungsordnungen. Die Bundesärztekammer ist die berufsständische Vertretung der Ärzteschaft auf Bundesebene.

Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) ist eine nach Bundesländern gegliederte Institution, die die Krankenkassen und deren Verbände mit medizinischem Sachverstand unterstützt. Zu einem großen Teil handelt es sich dabei um Begutachtungsaufträge im Zusammenhang mit Leistungsfällen der Krankenkassen. Der MDK ist kassenartenübergreifend organisiert. Die Aufgaben des MDK sind gesetzlich geregelt. Die Spitzenverbände der Krankenkassen werden durch den Medizinischen Dienst der Spitzenverbände (MDS) beraten.

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) ist eine erst 2004 durch das GKV-Modernisierungsgesetz neu eingerichtete wissenschaftliche Institution. Es soll mit seinen Analysen zu Wirksamkeit, Nutzen und Wirtschaftlichkeit von Behandlungs- und Untersuchungsverfahren die Öffentlichkeit informieren.

Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) ist der Spitzenverband der nach Bundesländern gegliederten Apothekerkammern und -verbände.

Die gesundheitspolitische Interessenvertretung der privaten Krankenversicherungsunternehmen leistet der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV-Verband).

Die Arzneimittelhersteller sind in drei unterschiedlichen Verbänden organisiert: Im Verband Forschender Arzneimittelhersteller sind die großen, international tätigen Unternehmen organisiert, die einen nennenswerten Teil ihres Umsatzes mit patentgeschützten Produkten aus eigener Forschung erzielen. Die kleineren Unternehmen, die überwiegend nicht patentgeschützte Produkte (Generika) oder nicht rezeptpflichtige Arzneimittel herstellen, lassen sich durch den Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) beziehungsweise durch den Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller (BAH) vertreten.

Quellen

Bundesärztekammer (2010): Die ärztliche Versorgung in der Bundesrepublik Deutschland. Ergebnisse der Ärztestatistik zum 31.12.2010
http://www.bundesaerztekammer.de/page.asp?his=0.3.9237.9238

Verband der Privaten Krankenversicherung (2004): Die private Krankenversicherung.Zahlenbericht 2003/2004, Köln
http://www.pkv.de/publikationen/rechenschafts_und_zahlenberichte/archiv_der_pkv_zahlenberichte/zahlenbericht_2003_2004.pdf

Literatur

Quasdorf, Ingrid (2007): Aufgaben und Organisation ärztlicher Körperschaften und Verbände. KBV-Fortbildungshefte, Heft 1, Berlin
http://daris.kbv.de/daris/link.asp?ID=1003725438

Thomas Gerlinger, Wolfram Burkhardt

Thomas Gerlinger

Prof. Dr. Dr. Thomas Gerlinger ist Professor an der AG 1: Gesundheitssysteme, Gesundheitspolitik und Gesundheitssoziologie an der Fakultät für Gesundheitswissenschaften Universität Bielefeld


Wolfram Burkhardt

Prof. Dr. Wolfram Burkhardt ist Professor an der Fachhochschule Frankfurt am Main - University of Applied Sciences im Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit


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