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Dossier

Rentenpolitik



Alterssicherung in Deutschland

Die Alterssicherung stellt, egal wie sie organisiert ist, in allen modernen Gesellschaften einen erheblichen Anteil an der Verwendung des Sozialprodukts dar (vgl. Kasten). Sie ist quantitativ der Kernbereich des Sozialstaats.

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Verwendung des Sozialprodukts

In Deutschland wurden im Jahr 2014 - die unterschiedlichen Alterssicherungssysteme zusammengefasst - 262,6 Mrd. Euro für Altersrenten ausgegeben. Das entspricht 32,3% aller Sozialleistungen und 9,0% des Bruttoinlandsproduktes. Berücksichtigt man darüber hinaus noch die Leistungen im Fall von Invalidität und an Hinterbliebene, so erhöht sich der Betrag auf 382,6 Mrd. Euro. Das entspricht 47,1% aller Sozialleistungen und 13,1% des Bruttoinlandsproduktes.
Dabei gibt es in verschiedenen Ländern (vgl. Alterssicherungssysteme im europäischen Vergleich) eine sehr unterschiedliche Entwicklungsgeschichte und Ausgestaltung ihrer Alterssicherung. Darum ist es wichtig, nicht nur das in Deutschland realisierte System der Rentenversicherung zu betrachten, sondern sich über die prinzipiell möglichen Gestaltungsformen der Alterssicherung klar zu sein. Das vorliegende Kapitel gibt einen ersten und prinzipiellen Überblick über mögliche Gestaltungsformen der Alterssicherung sowie Grundlagen und Geschichte der Gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) und der anderen Alterssicherungssysteme in Deutschland.

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