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25.4.2019

Spanien: Die Katalonien-Frage verdrängt alles

Wie sehr die Katalonien-Krise Spanien aufgewühlt hat, zeigt sich auch im Europawahlkampf in dem Land - der allerdings aktuell noch von den Kampagnen zur Parlamentswahl überlagert wird. euro|topics-Korrespondent Tom Gebhardt erklärt, was am kommenden Sonntag zur Wahl steht und was das mit Europa zu tun hat.

euro|topics-Korrespondent Tom Gebhardt erklärt, was am kommenden Sonntag zur Wahl steht und was das mit Europa zu tun hat. (© Bundeszentrale für politische Bildung)

In Spanien steht am Sonntag, den 28. April eine vorgezogene Parlamentswahl an. Die Minderheitsregierung, geführt vom sozialistischen Premier Pedro Sánchez, zerbrach im Februar nach nur neun Monaten Regierungszeit, weil die katalanischen Regionalparteien dem Regierungschef die Zustimmung im Parlament zum Haushaltsentwurf versagten. Das taten sie, weil ihnen Sánchez ihrer Meinung nach nicht genug im Katalonien-Konflikt entgegen gekommen war.

Die Wähler müssen nun entscheiden, ob sie von einer linken Koalition unter Sánchez‘ Partei PSOE und der Partei Podemos regiert werden wollen oder von einem rechten Zusammenschluss aus der konservativen Partido Popular (PP), der liberalen Ciudadanos und der rechtsextremen Vox. Diese drei Parteien hatten schon im Februar einige Zehntausend Menschen mobilisiert, um in Madrid gegen Sánchez‘ Regierung zu demonstrieren. Dabei traten PP-Chef Pablo Casado und Ciudadanos-Chef Albert Rivera zusammen mit Santiago Abascal, dem Anführer der rechtsradikalen Partei Vox auf.

Wie sehr der Parlamentswahlkampf den Europawahlkampf in Spanien verdrängt und was die wahlentscheidenden Themen sind, erklärt euro|topics-Korrespondent Tom Gebhardt, der täglich in Spanien die dortige Presse beobachtet und Kommentare für die europäische Presseschau übersetzt, im Video.
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