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20.9.2018

Fakten zur Wahl des Landtags in Hessen 2018

Hier finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Landtagswahl in Hessen 2018.

Wer wird gewählt?

Die mindestens 110 Abgeordneten des 20. Hessischen Landtags.

Wann wird gewählt?

Am 28. Oktober 2018 von 8 bis 18 Uhr.

Seit wann wird der Landtag Hessen gewählt?

Die erste Wahl des hessischen Landtags fand am 1. Dezember 1946 statt.

Wie oft wird gewählt?

Die Dauer einer Legislaturperiode wurde durch einen Volksentscheid vom 22. September 2002 von 4 auf 5 Jahre erhöht. Dieser Rhythmus ändert sich nur, wenn es zu vorzeitigen Neuwahlen kommt.

Wer darf wählen?

Das Wahlrecht haben alle Bürgerinnen und Bürger, die im Besitz eines deutschen Pass sind, das 18. Lebensjahr vollendet und seit mindestens 3 Monaten ihren Wohnsitz in Hessen haben.

Wer wird gewählt?

Wählbar ist jede oder jeder Deutsche, die/der das 21. Lebensjahr vollendet haben, seit mindestens einem Jahr in Hessen wohnt und das Wahlrecht besitzt.

Was ist ein Wahlkreis, was ein Stimmbezirk?

Für die Wahl zum Landtag ist Hessen in 55 Wahlkreise aufgeteilt worden. Jeder Wahlkreis soll eine annähernd große Einwohnerzahl umfassen. Dieser unterteilt sich wiederum in Stimmbezirke, die von den Gemeindebehörden vor Ort festgelegt werden. Die Stimmbezirke sollen so gebildet werden, dass allen Wahlberechtigten die Teilnahme an der Wahl möglichst erleichtert wird.

Wie viele Stimmen habe ich?

Die Wählerinnen und Wähler verfügen bei der Landtagswahl über zwei Stimmen: eine Erst- und eine Zweitstimme. Die Erststimme wird auf der linken Hälfte des Stimmzettels vergeben, auf der rechten Hälfte vergibt man die Zweitstimme. Auf jeder Hälfte des Stimmzettels darf nur ein Kreuz gemacht werden, ansonsten ist der Stimmzettel ungültig.

Was ist die Erststimme?

Mit der Erststimme entscheiden sich die Wählerinnen und Wähler für die Wahl einer beziehungsweise eines Wahlkreisabgeordneten. Der Kandidat, die Kandidatin mit den meisten Stimmen gewinnt und bekommt einen Sitz im Landtag. Es genügt also die relative Stimmenmehrheit.

Was ist die Zweitstimme?

Mit der Zweitstimme entscheidet sich der Wähler oder die Wählerin für die Wahl der Landesliste einer Partei. Auf dieser Liste stehen in einer festen Reihenfolge Kandidatinnen und Kandidaten, die für die Partei in den Landtag einziehen sollen.

Wer ist gewählt?

In den Wahlkreisen sind die Kandidaten mit den meisten Stimmen direkt in den Landtag gewählt. Ausschlaggebend für die Zahl der Mandate, die eine Partei im Landtag erhält, ist aber in erster Linie deren Anteil an den gültigen Zweitstimmen. Erreicht eine Partei landesweit nicht mindestens fünf Prozent der Stimmen, wird sie bei der Verteilung der Sitze nicht berücksichtigt (Fünfprozentklausel).

Wie erfolgt die Sitzverteilung im Landtag?

Die Mandate werden seit 1983 nach dem Hare/Niemeyer Verfahren vergeben. In den Wahlkreisen sind diejenigen Kandidaten gewählt, die die relative Mehrheit der abgegebenen gültigen Wahlkreisstimmen erzielt haben. Für die Verteilung der Gesamtmandate werden von der Ausgangszahl von 110 Sitzen diejenigen Wahlkreissitze abgezogen, die von Kandidaten erreicht wurden, (1) die keiner Landesliste angeschlossen sind oder (2) deren Landesliste die Fünf-Prozent-Hürde verfehlt hat. Diese verbleibende Sitzzahl wird auf die Parteien, die die Fünf-Prozent-Hürde überspringen konnten, nach dem Verfahren Hare/Niemeyer entsprechend dem Verhältnis ihrer insgesamt im Land erreichten Stimmenzahlen verteilt.

Falls eine Partei mehr Direktmandate gewonnen hat, als ihr normalerweise über die Zweitstimme zustehen, wird die Zahl der Landtagsabgeordneten so lange auf die nächst höhere, ungerade Zahl aufgestockt, bis für alle Parteien eine Sitzverteilung nach dem Verhältnis der Zweitstimmen möglich ist. Man spricht auch von Überhang- und Ausgleichsmandaten.

Wie sieht der Zeitplan von April bis zur Landtagswahl aus?

Wann muss der neu gewählte Landtag zusammentreten?

Die konstituierende Sitzung des 20. Landtages findet am 18. Januar 2019 statt.
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