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24.4.2019

Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokrati­sche Initiative (Die PARTEI)

Gründungsjahr Landesverband
2011*
Mitgliederzahl in Bremen
540*
Landesvorsitz
Kea Rachel Glaß, Ralf-Peter Balke*
Wahlergebnis 2015
1,9 Prozent
*nach Angaben der Partei

Die "Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative" (Die PARTEI) wurde 2004 von Mitarbeitern der Satire-Zeitschrift Titanic gegründet. Sie bezeichnet sich selbst als Partei der "extremen Mitte". Ihr Vorsitzender ist der ehemalige Chefredakteur der Titanic Martin Sonneborn, der 2014 für Die PARTEI in das Europaparlament eingezogen ist. In Bremen wurde bereits im Gründungsjahr 2004 ein eigener Landesverband ins Leben gerufen. Nach eigenen Angaben hat Die PARTEI in mehreren Stadtteilen Bremens Ortsverbände sowie Kreisverbände in Bremen-Nord und in Bremerhaven. 2015 trat Die PARTEI zum ersten Mal bei einer Bürgerschaftswahl in Bremen an und erzielte 1,9 Prozent.

Die PARTEI tritt nur in Bremen mit einer Liste an. (© bpb, TUBS)

Wie bereits der Gründungsprozess und der vollständige Parteiname nahelegen, versteht sich Die PARTEI als satirische "Spaßpartei", die mit ihrer Programmatik und ihren Aktionen politische Akteure und Mitbewerber parodiert. Während das Grundsatzprogramm für die Werte des Grundgesetzes und für eine gerechte und friedliche Welt eintritt, geht Die PARTEI bei Wahlen in der Regel mit nicht ernstzunehmenden Forderungen wie "Abschaffung der Bierpreisbremse" an den Start, um sich über die aus ihrer Sicht inhaltsleeren Slogans anderer Parteien lustig zu machen. Ein konkretes Wahlprogramm für Bremen hat Die PARTEI bislang nicht veröffentlicht.

Auch in Bremen agiert Die PARTEI ganz in der Tradition ihrer Spaßwahlkämpfe. So wirbt sie u.a. mit dem Wahlplakat "Das Brot ist voll! Salamisierung des Abendbrots stoppen". Der Kreisverband Bremen-Nord führt regelmäßig Aktionen ("Dings" genannt) durch, die scheinbar unpolitisch sind, aber durchaus einen satirischen politischen Hintergrund haben. So wurde z.B. mit Blick auf die ungewöhnlichen Wetterphänomene des letzten Jahres zu einer Aktion eingeladen, bei der die Fragen "Wo ist das Grau geblieben? Wo kommen die Fliegen im November her? Ist der Frosch im Glas noch zurechnungsfähig?" diskutiert werden sollten.

Lothar Probst

Lothar Probst

Prof. em. Dr. Lothar Probst, war bis 2016 Leiter des Arbeitsbereichs Wahl- und Parteienforschung am Institut für Politikwissenschaft der Universität Bremen. Sein Schwerpunkt ist die Parteienforschung.


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