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24.4.2019

FREIE WÄHLER (FREIE WÄHLER)

Gründungsjahr Landesverband
2018*
Mitgliederzahl in Bremen
ca. 40*
Landesvorsitz
Olaf Dinné*
Wahlergebnis 2014
nicht angetreten
*nach Angaben der Partei

Die Partei "FREIE WÄHLER" (FREIE WÄHLER) ist aus kommunalpolitischen Wählervereinigungen entstanden. Eine Hochburg der FREIEN WÄHLER ist Bayern. Der bayerische Landesverband tritt seit 1998 zu Landtagswahlen an und ist seit 2008 im Landtag mit Ergebnissen um die zehn Prozent vertreten - seit 2018 bilden die FREIEN WÄHLER gemeinsam mit der CSU die Landesregierung. Durch diese Erfolge bestärkt tritt die Partei seit 2009 bei Bundestags-, Europa- und in den letzten Jahren auch bei der Mehrzahl der Landtagswahlen an. Dabei blieb sie jedoch regelmäßig unter einem Prozent der Stimmen und übertraf zwei Prozent nur selten. Bei der Europawahl 2014 konnten die FREIEN WÄHLER ein Mandat im Europäischen Parlament erringen.

Die FREIEN WÄHLER treten in beiden Wahlbereichen mit einer Liste an. (bpb, TUBS) Lizenz: cc by-sa/3.0/de

Programmatisch werden die FREIEN WÄHLER von Politikwissenschaftlern häufig als bürgerlich-liberal und wertkonservativ eingeschätzt. Sie treten, vor allem auf kommunaler Ebene, für mehr direkte Demokratie, eine Stärkung der kommunalen Selbstverwaltung und die Förderung des ländlichen Raumes und des Mittelstandes ein. Der Landesverband Bremen der FREIEN WÄHELR hat sich erst im Oktober 2018 konstituiert und tritt somit erstmals zur Bürgerschaftswahl an. Treibende Kraft bei seiner Gründung und Spitzenkandidat im Wahlbereich Bremen bei der Bürgerschaftswahl 2019 ist Olaf Dinné, der 1979 einer der Mitgründer der Bremer Grünen Liste war. Es ist das erklärte Ziel des Bremer Landesverbandes, “frische Ideen“ einzubringen und das "Bürgerinteresse" in den Mittelpunkt der Politik zu rücken. Als Bündnispartner verschiedener lokaler Bürgerinitiativen will der Landesverband gegen die ihrer Meinung nach falsche Umwelt- und Städtebaupolitik der GRÜNEN Front machen. Neben dem umwelt- und städtebaulichen Schwerpunkt ist die innere Sicherheit ein zentrales Anliegen der Partei in Bremen. Sie will gegen rechtsfreie Räume, Geldwäsche, Gewaltkriminalität und ungeregelte Prostitution vorgehen sowie die Gremien des öffentlich-rechtlichen Rundfunks frei von Parteieinfluss halten.

Lothar Probst

Lothar Probst

Prof. em. Dr. Lothar Probst, war bis 2016 Leiter des Arbeitsbereichs Wahl- und Parteienforschung am Institut für Politikwissenschaft der Universität Bremen. Sein Schwerpunkt ist die Parteienforschung.


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