30 Jahre Deutsche Einheit Mehr erfahren
zurück 
19.2.2016

Menschliche Welt für das Wohl und Glücklich-Sein aller (MENSCHLICHE WELT)

Gründungsjahr Landesverband
2013*
Mitgliederzahl in Baden-Württemberg
120*
Landesvorsitz
Michael Moritz*
Wahlergebnis 2011
nicht angetreten
*nach Angaben der Partei

Über die Partei "Menschliche Welt für das Wohl und Glücklich-Sein aller" (MENSCHLICHE WELT) lassen sich nur wenige Informationen finden. Die Partei wurde 2013 gegründet und scheint vor allem eine spirituelle Ausrichtung zu haben. Parteivorsitzender ist Dada Madhuvidyananda (bürgerlich: Michael Moritz). Die Partei will in vier Schritten die Welt verbessern: (1) den inneren Frieden finden, (2) anderen helfen, glücklicher zu leben, (3) mit Gleichgesinnten zusammenzuarbeiten sowie (4) das Gesellschaftssystem verbessern. Die Partei folgt dabei einem Konzept mit dem Namen PROUT (Progressive Utilization Theory). Kernelemente dieses Konzepts sind nach Aussagen der Partei Spiritualität, Ethik, Rationalität, Gemeinwohlwirtschaft, Universalismus und Gemeinwohlregierung. Eine Umsetzung könne durch Meditation, die Ausübung sozialer Dienstleistungen, die Gründung von Kooperativen, Volksbildung und die Teilnahme an Wahlen erfolgen. Bisherige Kandidaturen zu Wahlen sind nicht bekannt.

Die MENSCHLICHE WELT tritt in 2 von 70 Wahlkreisen mit einem Wahlvorschlag an. Eine Übersicht über alle zugelassenen Wahlvorschläge finden Sie bei der Landeswahlleiterin. Lizenz: cc by-sa/3.0/de (Lencer/bpb)

Ein Hauptpunkt im baden-württembergischen Wahlprogramm der Partei ist das Eintreten für eine Friedenspolitik. Die Rüstungsindustrie soll auf zivile Produktion umgestellt werden; dabei soll jedoch niemand seinen Arbeitsplatz verlieren. In der Bildungspolitik will die Partei eine Orientierung des Bildungssystems auf die ganzheitliche Entfaltung der Persönlichkeit erreichen. Beratungsangebote für Eltern und Kinderbetreuungsmöglichkeiten sollen verbessert werden. Das Gehalt von Lehrerinnen und Lehrern soll erhöht werden. Weiter wird ein vegetarisches Speiseangebot in allen Kantinen des Landes gefordert. In der Gesundheitspolitik sollen Yoga und Qi Gong als Vorbeugungs- und Gesundheitsprogramme gefördert werden. Sozialer Wohnungsbau, ökologische Landwirtschaft und lokale Märkte sollen ausgebaut werden. Fluchtursachen sollen beseitigt werden und die Flüchtlinge besser integriert werden.

Prof. Dr. Uwe Wagschal

Prof. Dr. Uwe Wagschal

Uwe Wagschal ist Professor für vergleichende Regierungslehre an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Seine Forschungsschwerpunkte sind u.a. die vergleichende Analyse politischer Systeme mit dem Schwerpunkt Deutschland, die vergleichende Staatstätigkeitsforschung und die direkte Demokratie.


Nach oben © Bundeszentrale für politische Bildung Zur klassischen Website von bpb.de wechseln