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26.8.2021

Partei für Gesundheitsforschung (Gesundheitsforschung)

Die Gesundheitsforschung wurde 2015 mit dem alleinigen Anliegen gegründet, die Entwicklung von Medizin gegen Alterskrankheiten zu fördern. Dazu will die Partei die staatlichen Ausgaben hierfür erhöhen und mehr Wissenschaftler insbesondere in der Biochemie und Molekularbiologie ausbilden.

Gründungsjahr Landesverband
2015*
Mitgliederzahl in Berlin
300*
Landesvorsitz
Felix Werth*
Wahlergebnis 2016
0,5 Prozent
*nach Angaben der Partei

Die "Partei für Gesundheitsforschung" (Gesundheitsforschung) wurde 2015 gegründet. Sie erreichte bei der Bundestags- und Europawahl 2019 jeweils 0,2 Prozent der Stimmen und nahm an Landtagswahlen in acht Bundesländern teil, wobei sie Ergebnisse zwischen 0,0 und 0,5 Prozent erzielte.

Die Gesundheitsforschung ist eine Einthemenpartei. Ihr einziges Ziel ist es, die Gesundheitsforschung zu Alterskrankheiten zu unterstützen. Dabei setzt sie auf den sogenannten SENS Reparaturansatz nach Aubrey de Grey, der davon ausgeht, dass mit der Reparatur und Beseitigung von durch den Stoffwechsel entstandenen Schäden und Abfallstoffen auf molekularer und zellulärer Ebene sämtliche Alterskrankheiten geheilt werden könnten. Durch Investitionen in die Forschung auf diesem Gebiet sollen entscheidende Durchbrüche bei der Therapie von Alterskrankheiten erzielt werden.

Der Berliner Landesverband ist einer von 14 Landesverbänden und will die Bedeutung der Gesundheitsforschung in Gesellschaft und Politik stärken. Seine zentrale Forderung ist die zusätzliche Investition von jährlich zehn Prozent des Landeshaushalts in die Forschung für "wirksame Medizin" gegen Alterskrankheiten. Die Gelder sollen je zur Hälfte in neue staatliche Forschungseinrichtungen und in die Ausbildung von Wissenschaftlern in den für sie relevanten Fachbereichen fließen. Die von ihnen angestrebte Entwicklung von Medizin gegen Alterskrankheiten wird auch als Wirtschaftsfaktor gesehen, so dass sich Forschung und Therapien um Alterskrankheiten zukünftig als weltweit größter Industriezweig etablieren werde. Dadurch könne Berlin seine Rolle als wichtiger Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort weiter ausbauen. Die Gesundheitsforschung befasst sich nur mit diesem einen Themengebiet und überlässt andere politische Themen den übrigen Parteien.

Oskar Niedermayer

Oskar Niedermayer

Prof. Dr. Oskar Niedermayer ist emeritierter Professor und ehemaliger Leiter des Otto-Stammer-Zentrums an der Freien Universität Berlin. Seine Forschungsschwerpunkte sind Parteien, Wahlen und Rechtsextremismus in der Bundesrepublik Deutschland.


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