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2.9.2021

Die Grauen – Für alle Generationen

Die Grauen

Gründungsjahr Bundesverband
2017*
Mitgliederzahl in Deutschland
135*
Bundesvorsitz
Michael Schulz*
Wahlergebnis 2017
0,0 Prozent
*nach Angaben der Partei

Die Partei "Die Grauen – Für alle Generationen" (Die Grauen) wurde im Mai 2017 in Berlin gegründet Ihre Initiatoren waren zuvor in anderen "grauen Parteien" aktiv, die sich in der Nachfolgerschaft der 2008 aufgelösten Partei "Die Grauen – Graue Panther" sehen. Sie nahm an der Bundeswahl 2017 teil und erhielt gerundet 0,0 Prozent der Zweitstimmen. Bei der Europawahl 2019 konnte sie 0,2 Prozent erzielen. Neben dem Bundesverband existieren drei Landesverbände in Niedersachsen, Berlin, Brandenburg.

Die Grauen sehen sich im Gegensatz zu anderen Parteien ähnlichen Namens nicht als reine Interessenvertretung von Seniorinnen und Senioren, was sie in ihrem Namen ausdrücklich betonen. Sie wolle eine "Mitmach-Partei" sein, die für "einen sinnvollen Protest und für die Möglichkeit, sich selbst politisch einzubringen" stehe. Dabei sei sie "dem Prinzip der sozialen Gerechtigkeit verpflichtet" und setze sich für "eine am Menschen orientierte Politik" ein.

In der Präambel des Grundsatzprogramms bekennt sich die Partei zur sozialen Gerechtigkeit und einer unabhängigen, "an der Sache" orientierten Politik. Neben einer direkteren Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern an der Politik setzt sie sich für das Wahlrecht ab 14 Jahren ein. Volksabstimmungen auf Bundesebene sollen möglich werden, Amtszeitbegrenzungen zudem die Möglichkeiten zur Wiederwahl einschränken.

In ihrem Wahlprogramm 2021 setzt die Partei den Fokus auf Bildung, Wohnung, Energiewende, Innere Sicherheit und Politik für Rentnerinnen und Rentner. In der Bildungspolitik setzt sich die Partei für kostenfreie Bildung, Sanierung von Schulen und mehr Digitalisierung in Schulen ein. In der Umweltpolitik fordert sie mehr Müllvermeidung, das Ende der Massentierhaltung und den Ausbau erneuerbaren Energien, ohne Verbrennungsmotoren abzuschaffen. In der Inneren Sicherheit sollen Polizei und Ordnungsämter besser ausgestattet sein und bundesweit mehr zusammenarbeiten. In der Wohnungspolitik sollte der größte Teil der Wohnungen in landeseigenen Besitz sein. Rentnerinnen und Rentner sollten mehr anerkannt werden und zudem soll es u.a. mehr seniorengerechte Wohnungen und kostenfreie Nutzung des ÖPNV geben.

Karl-Rudolf Korte

Karl-Rudolf Korte

Univ.-Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte ist Inhaber des Lehrstuhls "Politisches System der Bundesrepublik Deutschland und moderne Staatstheorien" an der Universität Duisburg-Essen und Direktor der NRW School of Governance. Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte liegen im Bereich der Regierungs-, Parteien-, Kommunikations- und Wahlforschung.


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