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17.2.2016

DIE REPUBLIKANER (REP)

Gründungsjahr Landesverband
1987*
Mitgliederzahl in Rheinland-Pfalz
279*
Landesvorsitz
Alexander Dietel*
Wahlergebnis 2011
0,8%
*nach Angaben der Partei

"DIE REPUBLIKANER" (REP) wurden 1983 durch ehemalige CSU-Mitglieder gegründet. Die Partei bezeichnet sich selbst in ihrem Bundesparteiprogramm als "sozial, patriotisch und ökologisch". Das Leitmotiv stellt dabei der Patriotismus dar. Die REP sieht sich in der Tradition der Revolution von 1848/49, betont deren "nationalen Seite" und führt Solidarität und Zusammenhalt im "Nationalstaat" auf das "Bewusstsein gemeinsamer Abstammung" zurück. Nach ihrer Gründung nahm die Partei zunehmend radikale Positionen ein, sodass sie als rechtspopulistische bzw. als rechtsextremistische Partei bezeichnet wurde. Nach der Jahrtausendwende ging mit einer programmatischen Neuausrichtung auch eine Mäßigung der radikalen Positionen einher. Allgemein wird die Partei seither als "national-konservativ" bezeichnet.

Die REP tritt in ganz Rheinland-Pfalz mit einer Landesliste an. Lizenz: cc by-sa/3.0/de (Xander Dorn/bpb)

In Rheinland-Pfalz nahm die Partei ab 1991 fünfmal an Landtagswahlen teil, blieb dabei aber stets deutlich unter der Fünfprozenthürde. Im Mittelpunkt der programmatischen Ausrichtung der Partei steht die vorranginge Vertretung nationaler Interessen und Präferenzen. Die Positionen der Partei sind durch eine generelle Skepsis und einen Vertrauensverlust gegenüber dem politischen System sowie den Parteien und Politikern gekennzeichnet. So fordert sie eine "Rückkehr zur Volkssouveränität" beispielsweise durch den Ausbau direktdemokratischer Elemente anstelle der "Monopolisierung politischer Macht bei wenigen Parteien". Das zentrale Thema im Wahlkampf 2016 ist die Asylpolitik. So fordert die REP ein Einwanderungsstopp für "illegale Einwanderer" sowie konsequente Abschiebung – vor allem von "kriminellen Ausländern". Außerdem prangert die Partei Asyl- und Sozialmissbrauch an. Die Partei fordert eine Verschärfung des Strafrechts und eine konsequente Anwendung der Gesetze nach dem "null Toleranz"-Prinzip. Die Republikaner lehnen die Übertragung von nationaler Souveränität an die Europäische Union ab.

Daniel Weber

Daniel Weber

Daniel Weber ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Innenpolitik und politische Soziologie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Er beschäftigt sich in Forschung und Lehre mit nationaler und europäischer Identifikation sowie mit dem politischen System der Bundesrepublik Deutschland.


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