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17.2.2016

Allianz für Fortschritt und Aufbruch (ALFA)

Gründungsjahr Landesverband
2015*
Mitgliederzahl in Rheinland-Pfalz
190*
Landesvorsitz
Uwe Zimmermann*
Wahlergebnis 2011
nicht angetreten
*nach Angaben der Partei

Die "Allianz für Fortschritt und Aufbruch" (ALFA) gründete sich im Juli 2015 als Abspaltung der "Alternative für Deutschland" (AfD). Der Abspaltung gingen ein Machtkampf um die AfD-Parteiführung auf Bundesebene und ein Streit um die zukünftige politische Ausrichtung der Partei voraus. Die Gründung der ALFA auf Bundesebene trieb der ehemalige Parteivorsitzende der AfD, Bernd Lucke, voran. Der Landesverband in Rheinland-Pfalz gründete sich knapp zwei Monate später am 5. September 2015. Programmatisch will die ALFA an die national wirtschafsliberalen Anfänge der AfD anschließen. Die ALFA ist bis auf wenige Ausnahmen in allen Bundesländern als Landesverband vertreten und obwohl sie noch an keiner Wahl teilgenommen hat, verfügt sie durch den Wechsel von AfD-Mitgliedern zur ALFA bereits über fünf Abgeordnete im Europäischen Parlament und drei Mandate in der Bremischen Bürgerschaft.

Die ALFA tritt in ganz Rheinland-Pfalz mit einer Landesliste an. Lizenz: cc by-sa/3.0/de (Xander Dorn/bpb)

Im Wahlprogramm für die Landtagswahl fordert ALFA, die Mitbestimmungsmöglichkeiten der Bürger in Rheinland-Pfalz zu verbessern und möchte in diesem Zusammenhang die Hürden für Volksentscheide und Bürgerbegehren senken. Sie befürwortet außerdem eine wirtschaftsorientierte Flüchtlingspolitik und die Klärung der Asylpolitik in den Herkunftsländern sowie einen stärkeren Grenzschutz. Wirtschaftspolitisch setzt die ALFA ihren Schwerpunkt auf die Unterstützung bei Unternehmensgründungen, während sie gesundheitspolitisch Ärzte in ländlichen Regionen fördern möchte. Familienpolitisch fordert die Partei die Gleichbehandlung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften und fordert beitragsfreie Kindertagesstätten sowie die Entlohnung von familiärer Kinderbetreuung durch ein Landeserziehungsgeld. In der Bildungspolitik spricht sich die ALFA für das mehrgliedrige Schulsystem aus. Und im Bereich Energie- und Umweltpolitik fordert sie die Abschaffung der Subventionierung großer Unternehmen bei den Stromkosten und stellt den Nutzen der flächendeckenden Biolandwirtschaft in Frage.

Daniela Herrmann

Daniela Herrmann

Daniela Herrmann M.A. ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Politikwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz im Bereich "Politisches System der BRD". In Forschung und Lehre beschäftigt sie sich unter anderem mit Akteuren im politischen System, politischer Partizipation und funktionalen Analphabeten.


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