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Christoph Kolumbus gilt gemeinhin als Entdecker Amerikas. "Entdeckt" hat er den Kontinent allerdings nur aus der Sicht der Europäer, war der Kontinent davor doch schon mehrere tausend Jahre lang besiedelt. Die westliche Geschichtswahrnehmung folgt oftmals immer noch dem eurozentrischen Narrativ, dem zufolge Forscher und Reisende wie Kolumbus, Alexander von Humboldt oder James Cook quasi im Alleingang neue Kontinente erschlossen hätten. Diesem Narrativ setzt Volker Matthies eine Darstellung entgegen, die den Fokus auf die indigenen Wegbegleiter(-innen) der Forschungsreisenden wirft. Dabei beschreibt er nicht nur die vielfältige Rolle der Indigenen als Navigatoren, Dolmetscher oder Transporteure, sondern auch ihren prägenden Einfluss auf die von den Forschenden gewonnenen Erkenntnisse über die "entdeckten" Kulturen, die lokale Flora und Fauna, über Geografie und Topografie. Matthies hebt die Leistungen derer hervor, an die kaum erinnert wird, ohne deren Zutun die Mythen um die großen "Entdecker" aber niemals hätten entstehen können.


Autor: Volker Matthies, Seiten: 248, Erscheinungsdatum: 23.01.2019, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 10265

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