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Die Überzeugung hält sich hartnäckig: Je besser sich Zuwanderer integrierten, desto geräuschärmer gehe es in der Gesellschaft zu. Wer Integration jedoch als Teilhabe versteht, müsse es, meint Aladin El-Mafaalani, nicht nur aushalten, dass eine wachsende Zahl Migrantinnen und Migranten Interessen vertritt, Rechte einfordert und Ansprüche geltend macht. Es sei im Gegenteil der Beleg für das Angekommensein in einer Gesellschaft, die von der Mitwirkung der Vielen lebe – und damit ein Beleg für die Integrationskraft Deutschlands wie für die Akzeptanz des politischen Systems. Gerade weil Deutschland prosperiere und es große Fortschritte in Richtung einer offenen Gesellschaft gegeben habe, werde nun, so El-Mafaalani, mit feineren Antennen auf jede Form von Diskriminierung reagiert. Ansprüche anderer lösen Abwehrreaktionen aus – zumal bei begrenzten Ressourcen. Jedoch sei Migration ein globales Faktum und die populistische Forderung nach einer ethnisch homogenen Gesellschaft ein Irrweg. Daher sei nach Wegen zu suchen, um sowohl Menschen mitzunehmen, die sich vor der Verliererrolle fürchten, als auch diejenigen, die diese ablegen möchten.

  • http://www.bpb.de/gesellschaft/migration/dossier-migration/«

  • Autor: Aladin El-Mafaalani , Seiten: 240, Erscheinungsdatum: 25.02.2019, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 10329

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