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Unter welchen Umständen sind populistische Parteien erfolgreich? Wer wählt sie, woher rekrutieren sie ihre Anhänger? Und wogegen richtet sich ihr Protest? Der Politikwissenschaftler Philip Manow verweist auf die Vielgestaltigkeit populistischer Parteien und Bewegungen in Europa. Ein Vergleich offenbare eine Nord-Süd-Varianz: Im Süden Europas äußere sich der Populismus eher "links", weiter im Norden zunehmend "rechts". Für die Deutung dieser unterschiedlichen Spielarten seien vor allem das jeweilige Modell von Sozialstaat und Arbeitsmarkt entscheidend sowie die Art und Weise, wie ein Staat mit der Weltwirtschaft verflochten ist. Folglich richte sich der Protest in Südeuropa eher gegen die freie Bewegung von Gütern und Kapital, in Nordeuropa gegen die freie Bewegung von Personen. Mit seinem vergleichenden Ansatz verdeutlicht Manow, dass Populismus nicht immer Ausdruck eines kulturellen Abwehrreflexes ist. Gleichwohl sind es nicht pauschal Modernisierungsverlierer, die empfänglich sind für die Botschaften populistischer Parteien und Bewegungen. Erklärungen, die für einzelne Länder gelten mögen, lassen sich nicht ohne Weiteres verallgemeinern.


Autor: Philip Manow, Seiten: 176, Erscheinungsdatum: 14.10.2019, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 10394

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