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"In dem Land, in dem man geboren wurde, ständig wie eine Außerirdische angeschaut zu werden, erfordert wahrhaft Toleranz." Und es ist frustrierend. Für die britische Autorin Reni Eddo-Lodge steht daher fest: Mit "Weißen" will sie nicht mehr über Hautfarbe sprechen, zumindest nicht mit denjenigen, die ihr ihre Erfahrungen mit Rassismus und Diskriminierung absprechen wollen.

In Ihrem Buch skizziert sie die britische Kolonialgeschichte mit ihren Auswirkungen bis ins Heute. Dabei denkt Reni Eddo-Lodge intersektional und verbindet Rassismus mit der Frage nach Feminismus und sozialer Klasse. Sie erklärt, was sich hinter dem oft verwendeten Schlagwort "White Privilege" verbirgt, und zeigt, dass auch vermeintlich tolerante Menschen Rassismus reproduzieren. Denn jener äußere sich eben nicht nur durch persönliche Vorurteile, sondern vor allem durch die Einnahme von Positionen, mit denen die Lebenschancen anderer Menschen negativ beeinflusst werden können. Mit ihrem Buch will Reni Eddo-Lodge die Diskussion über Hautfarbe verändern und plädiert dafür, strukturellen Rassismus gemeinschaftlich zu bekämpfen.


Autor: Reni Eddo-Lodge, Übersetzung: Anette Grube, Seiten: 263, Erscheinungsdatum: 13.11.2019, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 10440

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