Suche im Shop

Inhalt

Westeuropa erlebe derzeit einen "populistischen Moment" - als direkte Reaktion auf die Postdemokratie und das Postpolitische, so Chantal Mouffe. Die Bevölkerung könne nicht mehr zwischen verschiedenen Konzepten wählen - dabei lebe Demokratie von Konfrontation und klaren Konfliktlinien. Viele rechtspopulistische Forderungen sind für Mouffe demokratische Forderungen, die progressive Antworten benötigen: So müssten politische Institutionen repräsentativer und die Wähler/-innen rechtspopulistischer Parteien nicht angeprangert, sondern abgeholt werden. Zudem müssten gemeinsame Affekte mobilisiert und Zukunftsvisionen formuliert werden. Das alles sei Teil einer linkspopulistischen Strategie. Mouffes linker Populismus konstruiert im Gegensatz zum rechten Populismus ein Volk, das auf den Werten Gleichheit und soziale Gerechtigkeit gründet. Dabei spielt sie keine Bevölkerungsgruppen gegeneinander aus, sondern plädiert dafür, die unterschiedlichen Forderungen zu einem gemeinsamen „ Wir“ zu bündeln. Ein linker Populismus - verstanden als diskursive Strategie – sei zurzeit die Art von Politik, die zur Wiederherstellung und Vertiefung der Demokratie notwendig sei.


Autorin: Chantal Mouffe, Seiten: 110, Erscheinungsdatum: 08.01.2020, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 10478

Nach oben © Bundeszentrale für politische Bildung Zur klassischen Website von bpb.de wechseln