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Schule in der Dauerkritik: Sie könnte vieles, müsste vieles, aber offenbar erreicht sie Wesentliches nicht. Ist eine Institution, um die niemand im Leben herumkommt, degradiert zu einer zahnlosen Reparaturanstalt für Mängel in der häuslichen Erziehung? Kreisen die Bemühungen der mit Bildung Befassten zu sehr um die Exzellenten und die Extremen? Wurzelt die Demotivation und Ablenkungsbereitschaft vieler junger Leute, die Unsicherheit über den eigenen Lebensweg in einer Schulzeit, die kaum je inspirierend erlebt wurde? Jürgen Kaube, Herausgeber und Bildungsexperte der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", kritisiert, dass Schulen im Mainstream politisch-ökonomischer Forderungen ganz überwiegend auf Abfragbares abstellten. Schule müsse aber, wolle sie auf das Leben vorbereiten, unabdingbare Fertigkeiten vermitteln, Interesse und Begeisterung wecken, zum Denken, zu Urteilsfähigkeit und einem fundierten Verständnis der eigenen Umgebung erziehen – mit welchen Inhalten, Formen und Methoden, sei letztlich zweitrangig. So ließen sich, meint Kaube, auch in der individualisierten und digitalisierten Gesellschaft eine Grundausrüstung für alle Lebensbereiche und alle Begabungsformen schaffen – und zugleich ein Rezept gegen vermeintliche Bildungsungerechtigkeiten und verzerrte Erwartungen.


Autor: Jürgen Kaube, Seiten: 336, Erscheinungsdatum: 17.01.2020, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 10475

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