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Die Vielfalt globalisierter Gesellschaften schafft Friktionen. Menschen fühlen sich überlegen, suchen Abschottung, andere erleben sich missverstanden, haben Abstiegsängste oder nichts mehr zu verlieren. Der sich immer weiter beschleunigende gesellschaftliche und technologische Wandel, aber auch Migrationsbewegungen und der Verlust vertrauter Milieus zeitigen global unterschiedliche soziale Folgen: hier Aufstieg und Teilhabe, dort Entwertung und Stigmatisierung, Stabilitätsverlust und als Bedrohung empfundene Konkurrenz. Robert Misik zeichnet in globaler und historischer Perspektive das Bild einer fluiden (Welt)gesellschaft. In ihr seien Milieu, Familie oder Arbeitsplatz keine selbstverständlichen Garanten mehr für die Erfüllung elementarer sozialer Bedürfnisse, und ihr Wegbrechen biete reichlich Potenzial für diejenigen, die aus dieser Situation politisches Kapital schlagen. Um Rassismus, Populismus und (politischer) Entfremdung zu begegnen, wirbt Misik für einen ganzheitlichen Blick auf Menschen, der Verletzungen und Ideale, Ethos und Lebenswirklichkeit nicht ausspart.


Autor: Robert Misik, Seiten: 144, Erscheinungsdatum: 23.06.2020, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 10535

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