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Reichtum polarisiert. Er wird bewundert und anerkannt, kritisiert oder ruft Neid hervor. Reiche verbergen ihren Wohlstand, stellen ihn provokant zur Schau oder setzen ihn im Mäzenatentum öffentlichkeitswirksam ein. Zudem gibt es Reichtum, der jede Dimension sprengt, ohne dass Umfang und Herkunft solcher Vermögen transparent würden. Gesellschaften, denen an sozialer Gerechtigkeit gelegen sei, müssten, so Martin Schürz, die problematischen Beziehungen zwischen der individuell erarbeiteten Leistung eines Menschen und einem im Wortsinn unverdienten Überreichtum im Blick behalten, der ererbt sei oder aus Kapitalerträgen herrühre. Angesichts ihrer immensen materiellen Ressourcen stünden Überreiche oftmals weit jenseits allgemeiner Maßstäbe, Pflichten und Erwartungen. Überreichtum sei aber auch in moralischer Hinsicht angreifbar: Während arme Menschen sich nicht selten dafür zu rechtfertigen hätten, sei Überreichtum nach wie vor von durch eine Aura des Verdienstvollen verklärt. Schürz erläutert mit vielfältigen Bezügen in die Ideengeschichte, wo und warum bis heute Philanthropie oder Barmherzigkeit, Spenden oder Mäzenatentum zumal der Superreichen den Blick auf die Problematik des Überreichtums verstellten und so Schritte hin zu einer gerechteren (Welt)gesellschaft verhindern.


Autor: Martin Schürz, Seiten: 226, Erscheinungsdatum: 12.10.2020, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 10552

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