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Im sandigen Untergrund einer Baracke des Vernichtungslagers Sobibór stießen Archäologen im Oktober 2016 auf ein zierliches dreieckiges Amulett. Es ließ sich ermitteln, dass das Schmuckstück dem am 3. Juli 1929 in Frankfurt am Main geborenen jüdischen Mädchen Karolina Cohn gehört hatte. Im November 1941 wurde sie mit ihrer Familie nach Minsk deportiert, wo sich ihre Spur verliert. Vor ihrer Ermordung wurden den nach Sobibór verschleppten Frauen und Mädchen durch Schergen die Haare geschoren. Vermutlich fiel das Schmuckstück dabei zwischen die Bodenbretter der Baracke. Für Klaus Hillenbrand bildete dieses Amulett den Ausgangspunkt für eine mühevolle, akribische, dem Gedenken an Karolina gewidmete Recherche der Umstände ihres kurzen Lebens und ihrer Ermordung. Hillenbrand bettet Karolinas wenige belegbare Lebensdaten in die Geschichte der Juden im nationalsozialistischen Deutschland ein. Seine Recherchen spiegeln in schmerzlicher Eindringlichkeit den verzweifelten, gescheiterten Kampf der Familie um das Überleben - und entreißen Karolina damit zugleich dem Vergessen.


Autor: Klaus Hillenbrand, Seiten: 264, Erscheinungsdatum: 05.11.2020, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 10435

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