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Ist der Mensch von Grund auf gut? Diese Frage wird oft gestellt – und selten bejaht. Schon als Kind lernen wir, so der Historiker Rutger Bregman, unseren Mitmenschen zu misstrauen, sie als egoistisch und als Gefahrenquelle zu betrachten. Nur ein dünner zivilisatorischer Mantel – der zudem jederzeit drohe abgeworfen zu werden –, halte nach dieser Lesart Menschen davon ab, sich gegenseitig gewalttätig zu übervorteilen. Bregman zeigt auf, woher diese Vorstellung rührt und wie sie nicht nur unseren Alltag prägt, sondern wie verschiedenste Wissenschaften sie aufgriffen und begründeten. Viele dieser Argumentationslinien seien jedoch gescheitert oder durch neuere wissenschaftliche Erkenntnisse relativiert worden. Bregman leugnet nicht die von Menschen in Geschichte und Gegenwart verübten Grausamkeiten. Allerdings würden auch diese in aller Regel zu ihrer Legitimierung einem höheren, als moralisch wahrgenommenen Zweck unterstellt. Wir seien, folgert Bregman, noch in unserer Anfälligkeit zum Bösen soziale Wesen. Eine solche Sicht auf den Menschen habe Konsequenzen, nicht nur für die Betrachtung der Geschichte, sondern auch für die zukünftige Gestaltung unser Gemeinwesen.


Autor: Rutger Bregman, Übersetzung: Ulrich Faure/ Gerd Busse, Seiten: 479, Erscheinungsdatum: 25.01.2021, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 10643

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