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Insbesondere nach dem Sechstagekrieg 1967 unterstützte die DDR Israels Kriegsgegner Ägypten und Syrien nicht nur mit solidarischer Rhetorik oder diplomatischem Einsatz, sondern auch mit Waffen. Zugleich wurden Israels legitime Interessen bestritten, das Land vielmehr als "imperialistischer Brückenkopf im Nahen Osten" verunglimpft. Die Feindseligkeit gegenüber Israel blieb eine außenpolitische Konstante der DDR. Die engen Verbindungen zur Palästinensischen Befreiungsorganisation PLO und zu arabischen Staaten, die Israel feindlich gesinnt waren, blieben bestehen. Ideologisch überwiegend mit Ost-Berlin im Einklang befand sich die radikale Linke in der alten Bundesrepublik. Auch hier ging die Parteinahme für die palästinensische Seite weit über Agitation und rhetorische Solidarisierung hinaus. Westdeutsche Gruppierungen suchten den Schulterschluss mit Terrororganisationen im Nahen Osten - von antisemitisch gefärbten Kampagnen bis zur Teilnahme an gegen Israelis und Juden gerichteten Terroranschlägen. Der Historiker Jeffrey Herf untersucht in dieser Studie das Verhalten dieser "inoffiziellen Kriegsgegner" Israels.


Autor: Jeffrey Herf, Übersetzung: Norbert Juraschitz, Seiten: 518, Erscheinungsdatum: 15.01.2021, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 10522

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