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Schule hat allen Schülerinnen und Schülern gerechte Chancen für ein gelingendes Leben zu eröffnen. Oft aber bleiben im Schulalltag diejenigen auf der Strecke, deren Rucksack schon von Kindheit an besonders schwer ist: Ihre (soziale) Herkunft, mangelnde Förderung auch im Elternhaus und deprimierende Erfahrungen von Unzulänglichkeit bergen das hohe Risiko einer Zukunft ohne gesellschaftliche Teilhabe. Melisa Erkurt, die selbst mit ihren Eltern als Kind aus Bosnien eingewandert ist, arbeitet als junge Lehrerin und Journalistin in Österreich, aber ihre Erfahrungen sind übertragbar: Plastisch beschreibt sie, oft mit Rekurs auf eigene Erfahrungen, welche Hürden den Bildungsweg vieler junger Menschen mit Zuwanderungsgeschichte, zumal muslimischer Mädchen, erschweren oder verstellen. Es fehle an Unterstützung bei der Sprachkompetenz, bei der Bewältigung sozialer Krisen oder bei der Entwicklung der eigenen Stärken, zudem an ermutigenden Vorbildern und an Bildungskonzepten, die die Lebenswirklichkeit junger Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in den Blick nehmen. So liege deren Potenzial viel zu oft brach – mit weit reichenden Folgen: Ganze Jahrgänge würden, beklagt Melisa Erkurt, zu Verlorenen des Bildungssystems gestempelt, weil der Ignoranz und den Zuschreibungen in Gesellschaft, Schule oder Elternhaus vielfach noch immer nicht angemessen entgegengewirkt werde.


Autorin: Melisa Erkurt, Seiten: 192, Erscheinungsdatum: 19.07.2021, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 10688

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