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Als Folge der Teilung Deutschlands nach der Niederlage im Zweiten Weltkrieg bestanden von 1949 bis 1990 zwei deutsche Staaten. Ihre konträre gesellschaftliche und politische Konzeption und Entwicklung sind nicht denkbar ohne die fortbestehenden Interessen der Siegermächte, die sich in den Wegmarken der deutsch-deutschen Geschichte während der staatlichen Teilung spiegeln. Andererseits vermochten die Jahrzehnte der Trennung die vielfältigen innerdeutschen Bezüge nicht zu kappen: Etliche der langen Entwicklungslinien in Politik und Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur der beiden deutschen Staaten scheinen ohne den Blick auf den jeweils anderen Staat nicht verständlich. Erst die Deutung als komplementäre Geschichte wechselseitiger Beziehungen, so zeigt Petra Webers facettenreiche Darstellung, legt das Geflecht aus Feindseligkeit und Abwehr, Kontrast, Konkurrenz und Kooperation, heimlicher Anziehung und tastendem Dialog frei. Der inkludierende Blick sei zugleich unabdingbar, wenn über die in politischer Hinsicht wiedererlangte Einheit hinaus die mentale Bindung zwischen Ost und West gestärkt werden solle.


Autorin: Petra Weber, Seiten: 1292, Erscheinungsdatum: 27.07.2021, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 10620

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